Schwarze Null - DER SPIEGEL
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KONJUNKTUR Schwarze Null

• aus DER SPIEGEL 29/2009
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Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) ruft das Ende der Krise aus. In ihrer internen Schnellschätzung für das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal 2009 kommen die Konjunkturexperten von Ressortchef Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) auf eine schwarze Null: Die deutsche Wirtschaft habe aufgehört zu schrumpfen, heißt es im BMWi. Damit gilt die Rezession als beendet - sie war die bislang schwerste in der Geschichte der Bundesrepublik, seit dem zweiten Quartal 2008 schrumpfte die deutsche Wirtschaft. Den neuen Berechnungen liegen die Daten der Monate April und Mai dieses Jahres zugrunde, für den Juni behilft sich das Ministerium mit Plausibilitätsannahmen. Die offiziellen Wachstumszahlen des zweiten Quartals wird das Statistische Bundesamt im August veröffentlichen. Die Entwicklung könnte dazu führen, dass die Bundesregierung ihre Konjunkturprognose für 2009 (minus sechs Prozent) nach oben korrigiert. Wichtige Kennziffern legten unerwartet zu. So nahm der Auftragseingang im Mai gegenüber dem Vormonat um 4,4 Prozent zu, die Industrieproduktion sogar um 5,1 Prozent. Einen derart deutlichen Anstieg hatten die Regierungsexperten in ihrer letzten Prognose nicht unterstellt. Dennoch rechnet das BMWi nicht mit einer kräftigen Erholung, vielmehr werde das Wachstum nun langsam Tritt fassen. Mit zunehmender Dauer werde der Aufschwung sich beschleunigen. Zugleich drohe die Gefahr neuer Rückschläge. So könnte der absehbare Anstieg der Arbeitslosigkeit gegen Ende des Jahres zum Einbruch des Konsums führen und so neue Verunsicherung schaffen.

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