SCHWEBENDER FALL - DER SPIEGEL
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Briefe

SCHWEBENDER FALL
• aus DER SPIEGEL 45/1957
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SCHWEBENDER FALL

Ihr Artikel »Ungeklärte Fälle« erweckt den Eindruck, als ob ein Verdacht bestünde, daß ich mein Bundestagsmandat für Rüstungszwecke mißbraucht hätte. Ein solcher Verdacht hat niemals bestanden. Meine Gespräche mit dem Hauptgeschäftsführer des

Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Dr. Beutler, über den Bau von

Schützenpanzerwagen in Deutschland wurden im Auftrag des Unterausschuß Beschaffung des Verteidigungsausschusses geführt. Vermutungen, ich hätte der Firma Klöckner-Humboldt-Deutz Rüstungsaufträge verschaffen wollen, entbehren jeder Grundlage. Dies wird in dem Bericht des früheren Abgeordneten Dr. Reichstein über das Untersuchungsverfahren des Verteidigungsausschusses ausdrücklich festgestellt. Dieses von mir selbst zur Klärung der gegen mich in der Presse erhobenen Vorwürfe angestrengte Verfahren konnte deshalb noch nicht beendet werden, weil ich zur Klärung eines anderen Punktes neues Beweismaterial angekündigt habe. Dadurch wird bewiesen werden, daß ich weder vertrauliche noch geheime Mitteilungen, die ich in meiner Eigenschaft als Bundestagsabgeordneter erhielt, an Dritte weitergegeben habe.

Sobald sich der neue Verteidigungsausschuß konstituiert hat, werde ich beantragen, daß dieses Material geprüft und dann das Verfahren zum Abschluß gebracht wird.

Duisburg

FRITZ BERENDSEN

MdB

CDU-MdB Berendsen

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