Sharon Stone
Sharon Stone, 42, Hollywood-Star, gibt, wie etliche andere Berühmtheiten des amerikanischen Films, ein gefährliches Beispiel. Winona Ryder, Uma Thurman, Julia Roberts oder Cameron Diaz rauchen auf der Leinwand wie die Schlote, jedenfalls bedeutend mehr als die Durchschnittsamerikanerin. Ganz genau ermittelten Harvard-Forscher, dass 42 Prozent aller Darstellerinnen in 50 ausgewählten Filmen der neunziger Jahre rauchten, während in der US-Wirklichkeit nur 25 Prozent der Frauen zur Zigarette greifen. Dabei zeigten sich Schauspielerinnen um die 20 viermal häufiger mit dem Glimmstängel als ältere Darstellerinnen. Die Stars treten meist dann mit Zigarette auf, wenn sie im Film Emotionen oder Stress unter Kontrolle bringen oder Sexappeal verströmen sollen. Das alles macht den Hauptautor der Studie, Ichiro Kawachi, nicht glücklich. Die Schauspielerinnen seien »Vorbilder für junge Mädchen«, da sei es »bestürzend, dass gerade die populärsten Schauspielerinnen doppelt so viel rauchen wie die sonstige erwachsene Bevölkerung«. Wenn die Garbo und die Dietrich rauchten, dann hatte das Glamour, sagt Kawachi, im Kino heute wird das Rauchen dargestellt, als handle es sich um ein Beruhigungsmittel, mit dem man auch noch das »Gewicht kontrollieren« kann.