»Sie wollen uns tot sehen«
Ratlos und vom Qualm gerötet blickten Augen unter einem tuchbespannten Stahlhelm in die Schneisen der Verwüstung, die von einem marodierenden Mob durch South Central Los Angeles geschlagen worden waren. »Nur in Vietnam« hatte der schwarze Polizeioffizier Gewaltausbrüche erlebt, die dem glichen, was er Ende voriger Woche in den Straßen der kalifornischen Metropole mitansehen mußte.
Ein Flugkapitän fühlte sich »an Beirut erinnert«, als seine Boeing wegen der dichten Rauchwolke über der Stadt ihre Anflugroute zum Internationalen Flughafen von Los Angeles ändern mußte.
Am Boden herrschte Bürgerkrieg. Plündernd, prügelnd und brandstiftend zogen Horden meist jugendlicher Randalierer aus den Slums am Rande des glitzernden Geschäftszentrums von Downtown L. A. zunächst durch ihre eigenen Wohngebiete. Keine 24 Stunden später hatte sich der Aufruhr über die Millionenstadt ausgebreitet. Drei neue Brände pro Minute stellten die Feuerwehr nach Angaben eines Sprechers bereits in der Nacht zum Donnerstag »vor eine unlösbare Aufgabe«.
»Wir werden verrückt«, stöhnte Feuerwehrhauptmann Mario Lopez, der nicht wußte, welchen Brand er zuerst löschen sollte.
Wenn überhaupt, war das oft nur unter Polizeischutz möglich. Denn die Brandbekämpfer wurden am Einsatzort von Randalierern angegriffen, von Heckenschützen beschossen. Unter Feuer gerieten auch viele Ambulanzen, die den Verletzten helfen wollten.
Die von Bürgermeister Tom Bradley, einem Schwarzen, verkündete nächtliche Ausgangssperre konnte nicht verhindern, daß auch die Touristenboulevards von Hollywood gebrandschatzt und geplündert wurden. Unter den Augen der Polizei räumten Menschen jeden Alters und jeder Hautfarbe lustvoll ganze Ladenzeilen Block für Block aus.
Entzündet worden war die Wut der Ghetto-Bewohner durch ein Gerichtsurteil: Am Mittwoch abend hatten zwölf Geschworene vier Polizisten freigesprochen, denen unangemessene Gewalt bei der Verhaftung eines Schwarzen vorgeworfen worden war.
Das Urteil verletzte das Gerechtigkeitsempfinden der meisten Amerikaner: Am 3. März vorigen Jahres hatten 14 Polizisten aus Los Angeles den Autofahrer Rodney Glen King, 26, nach einer Verfolgungsjagd gestellt und wegen angeblichen Widerstandes zusammengeknüppelt. Mindestens 56 Hiebe mit stahlbewehrten Schlagstöcken brachen dem vorbestraften Schwarzen ein Bein und andere Knochen. Im Unterschied zu früheren Vorfällen solcher Art, die der Polizei der Metropole an der Westküste Amerikas traurige Berühmtheit verschafften, lagen die Beweise für Brutalität unzweideutig vor: Ein Videoamateur hatte 81 Sekunden der brutalen Polizeiaktion aufgenommen.
Nun knallten rund um das Befehlszentrum der Polizei in South Central L.A., wo Polizisten schwer bewaffnet Posten standen, fast unablässig Schüsse aus Pistolen und Gewehren durch die Straßen. 1400 militärisch ausgerüstete Nationalgardisten rückten zur Verstärkung an, 1200 weitere hielten sich bereit, 4000 zusätzliche Nationalgardisten wurden als Reserve aufgeboten, um dem Massenaufruhr Einhalt zu gebieten, der nach Meinung des kalifornischen Gouverneurs Pete Wilson »völlig außer Kontrolle« geraten war.
In der Nacht zum Freitag breiteten sich die Unruhen derart über die Riesenfläche dieser Monsterstadt aus, daß Präsident George Bush zusätzlich 1000 Bundespolizisten nach Kalifornien schickte und 4000 Soldaten aus regulären Armee-Einheiten in Alarmbereitschaft versetzte. Los Angeles, das Weltzentrum der Glücksillusionen und Endzeitängste, schüttelte sich wie unter einem anarchischen Fieber.
Selbst die Reichen in den Hügeln von Beverly Hills fingen an zu zittern. Sie zählten von ihren Terrassen aus die näher rückenden Brände. Von Downtown arbeiteten sich die Randalierer zielstrebig über den Wilshire Boulevard in die Enklaven der Begüterten vor.
Zuerst erschienen Jugendliche in Vans mit dem Ehrgeiz, pro Stunde mindestens zehn Brände zu legen. Dann folgten die Plünderer - unter ihnen auch Mütter und Rentner.
Viele Ghetto-Bewohner nutzten die Krawalltage zur spontanen Umverteilung des Reichtums - Armutskrieg im Amerika der Rezession.
Längst war das Ausmaß jener blutigen Krawalle erreicht, die sich 1965 aus dem L.-A.-Slum Watts über das ganze Land verbreitet hatten. 34 Menschen kamen damals in Los Angeles binnen sechs Tagen ums Leben. Die Schäden beliefen sich seinerzeit auf 40 Millionen Dollar. Nur 1967/68 in Cleveland, Newark, Detroit und Washington sowie Anfang der achtziger Jahre in Miami kam es zu ähnlichen Ausschreitungen.
Die Eruptionen der vergangenen Woche kamen gleichwohl nicht völlig unerwartet. Dramatisch haben sich in den vergangenen elf Jahren unter den Präsidentschaften von Ronald Reagan und George Bush die Lebensverhältnisse in den verslumten Innenstädten verschlechtert.
Arbeitslosigkeit weit über Landesdurchschnitt, ein Ausbildungsniveau von Dritt-Welt-Qualität und beispiellose Kriminalität machen Amerikas Ballungszentren zu Brutstätten von Not und Elend.
Vollends desillusioniert hat die durch Armut und Rassismus Benachteiligten zudem eine von den Regierungen Reagan und Bush betriebene beispiellose Umverteilung öffentlichen Reichtums. Nur ein Prozent der amerikanischen Bevölkerung bezieht heute 37 Prozent des Volkseinkommens, 1980 waren es noch 31 Prozent. Im gleichen Zeitraum sanken die Einkommen des ärmsten Bevölkerungsdrittels um über 5 Prozent.
Vergebens versuchten Bürgermeister Bradley und Gouverneur Wilson, sich den aus den Slums heranbrandenden Zorneswogen entgegenzustellen. Die Appelle zur Besonnenheit verhallten. Selbst Schwarzenführer wie Jesse Jackson, der noch bei der Präsidentenwahl die Minderheiten um sich zu scharen vermochte, fanden kein Gehör.
31 Tote, rund 1300 Verletzte in überbelegten Krankenhäusern, fast 2000 Brände, kriegsähnliche Schäden, die schon nach 24 Stunden auf eine Milliarde Dollar geschätzt wurden - das war am vorigen Freitag die düstere Zwischenbilanz. Und immer noch war nicht abzusehen, welche Folgen das Urteil einer Jury zeitigen würde, der kein Schwarzer angehört hatte.
Auch in anderen amerikanischen Ballungszentren war die Spannung gefährlich angestiegen, kam es zu Zusammenstößen von Aufrührern mit der Polizei, wurden Scheiben zertrümmert, Autos in Brand gesteckt. Die Meldungen von Demonstrationen, Gewalt und Plünderung häuften sich aus allen Landesteilen - aus San Francisco, Minneapolis, Tampa und Seattle. Nach über 300 Festnahmen verhängte der Bürgermeister der Olympiastadt Atlanta eine nächtliche Ausgangssperre. San Francisco folgte dem Beispiel.
Hilflos wirkte der Appell von George Bush: »Ich fordere alle Amerikaner auf, die Situation mit Ruhe, Toleranz und Achtung vor den verfassungsmäßigen Rechten jedes einzelnen zu meistern.«
Spät, viel zu spät kam die Zusicherung von Justizminister William Barr, die Bundesbehörden würden nun die Strafverfolgung der vier Prügel-Polizisten übernehmen, die Mitte der Woche straffrei ausgegangen waren.
Dieser Prozeß war nach Meinung vieler Beobachter verloren, als ein Gericht gegen den Willen der Staatsanwaltschaft das Verfahren aus »Sicherheitsgründen« nach Simi Valley verlegte, einen vornehmlich von Weißen bewohnten Vorort. In diesem von Polizisten bevorzugten Wohngebiet fand sich denn auch eine Jury, der neben zehn Weißen nur ein Bürger asiatischer und einer hispanischer Herkunft angehörten.
Bereitwillig schlossen sich diese Laienrichter den Argumenten der Verteidigung an. Sprachlos registrierten selbst ausgebuffte Juristen, daß die Juroren den unter den schweren Schlägen benommen am Boden herumkrauchenden Rodney King als »Herr der Situation« bezeichneten, der »jederzeit die gegen ihn gerichtete Gewalt hätte beenden können«.
»Empörend«, »Rechtsbruch« und »rassistisch« waren noch die harmlosesten Kommentare, die sich die Beteiligten an diesem bizarren Verfahren auf nahezu allen Radio- und Fernsehkanälen anhören mußten. Adam Powell, Stadtrat in New Yorks Manhattan und hellhäutiger Erbe einer schwarzen Politikerdynastie aus Harlem, schäumte: »Dieser Freispruch macht dich die Fahne hassen, das macht dich Amerika hassen.«
Das Video, das während der Krawalltage unentwegt von den Fernsehsendern gezeigt wurde und den Freispruch gleichsam zum Symbol weißer Verachtung für die schwarzen Mitbürger machte, bestätigte die alltägliche Lebenserfahrung Jugendlicher in den Ghettos: Sie sehen in den Ordnungshütern eine Besatzungsmacht.
Für die jungen Schwarzen sei »das soziale Netz durch das Fahndungsnetz ersetzt« worden, behauptet der Washingtoner Bürgerrechtler Jerome Miller. Sein Institut für Strafrechtsreform legte jetzt eine Studie über die unhaltbaren Zustände in der US-Hauptstadt vor.
Danach befaßte sich das Strafjustizsystem in Washington allein im vergangenen Jahr mit 42 Prozent aller schwarzen männlichen Einwohner im Alter zwischen 18 und 35 Jahren: 15 Prozent verbüßten Haftstrafen, 21 Prozent waren auf Bewährung (oder Begnadigung) freigelassen, weitere 6 Prozent wurden per Haftbefehl gesucht oder warteten auf ihren Prozeßtermin.
Mehr als zwei Drittel müssen damit rechnen, vor Ende ihres 35. Lebensjahres wenigstens einmal - meist aufgrund einer geringfügigen Anklage - verhaftet zu werden. 85 Prozent, so die Schätzung der Studie, werden einmal in ihrem Leben festgenommen.
William Raspberry, Kolumnist der Washington Post, glaubt, daß die sozialen Probleme und die Kriminalität in den Ghettos alle schwarzen US-Bürger bedrohen: »Wir verlieren eine ganze Generation, vor allem die jungen Männer. Ich weiß nicht, ob wir als Volk ohne unsere Kinder überleben können.«
Und deren Leben ist von allen Seiten bedroht: *___Die Kindersterblichkeit unter US-Schwarzen (17,7 ____Todesfälle auf 1000 Geburten) ist mehr als doppelt so ____hoch wie unter Weißen und höher als im Entwicklungsland ____Malaysia; *___44,8 Prozent aller schwarzen Kinder leben nach ____Regierungsdefinition unterhalb der Armutsgrenze; *___53 Prozent der Aids-kranken Kinder sind Schwarze; *___Mord und Totschlag sind die häufigsten Todesursachen ____männlicher Schwarzer zwischen 15 und 34 Jahren; *___landesweit verbüßen rund ein Viertel aller schwarzen ____Twens Haftstrafen. Es gibt mehr schwarze Häftlinge als ____schwarze Studenten.
Der Frust über solche Lebensbedingungen äußert sich in sporadischen Gewaltausbrüchen, wie sie Ende voriger Woche durch die Innenstädte tobten, oder in Schüben von Paranoia. Alvyn Poussaint, Psychiater an der Harvard Medical School, beschreibt die vorherrschende Ghetto-Mentalität als »ausufernde Wut«, angeheizt durch den um sich greifenden Verdacht, daß die Weißen »uns tot sehen wollen«.
Der Siegeszug der gefährlichen Kokain-Droge Crack in den Elendsvierteln, der leichte Zugang zu tödlichen Waffen und die Ausbreitung des Aids-Virus in den Slums werden als Elemente einer weißen Verschwörung angesehen. »Das ist Völkermord im Stil der neunziger Jahre«, sagt der Methodisten-Prediger Cecil Williams aus San Francisco.
Wie konnte es passieren, daß eine Generation nach Beginn der Bürgerrechtsgesetzgebung, die von der Mehrheit der Amerikaner als unabdingbar begrüßt worden war, sich heute schwarze und weiße US-Bürger wieder feindselig gegenüberstehen? Denn auch unter Weißen wächst angesichts des Ghetto-Elends die Überzeugung, daß alle staatliche Hilfe vergeblich war. Da kehrt die alte rassistische Vermutung wieder, der Schwarze sei von Natur aus nicht mit jenen Eigenschaften ausgestattet, die den wirtschaftlichen Erfolg herbeiführen.
Dabei konnten seit Anfang der sechziger Jahre durchaus Fortschritte erzielt werden. Formal ist die Gleichberechtigung von Schwarz und Weiß einklagbares Recht. Der schwarze Mittelstand hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten verdreifacht. Er umfaßt heute etwa ein Drittel der schwarzen Bevölkerung.
Die Benachteiligung der Minderheit hat historische Gründe. »Die amerikanische Gesellschaft war rassistisch«, sagt der Historiker Arthur Schlesinger in einem SPIEGEL-Interview (siehe Seite 190). Die Vorfahren der Schwarzen waren nicht als Einwanderer gekommen, sondern als Sklaven. Für die gab es kein verfassungsmäßig garantiertes Recht auf »Streben nach Glück«.
Aber die Verelendung der Innenstädte ist auch eine Folge industriellen Wandels: Der große Treck schwarzer Landarbeiter in die Städte des Nordens begann ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als ein Teil der Industrieproduktion bereits in die Vorstädte verlegt wurde. Die Strukturschwäche traditioneller Branchen wie etwa des Automobilbaus sorgte vor allem in den achtziger Jahren dafür, daß Facharbeiterpositionen, die früher auch ungelernten Schwarzen offenstanden, immer rarer wurden.
Heute konzentrieren sich über 60 Prozent aller armen Schwarzen in den Ghettos der Innenstädte. Dort sind Jobs zu Stundenlöhnen, von denen ein Arbeitnehmer seine Familie ernähren könnte, die Ausnahme. Eine schlicht unverständliche Form der staatlichen Sozialhilfe, die sich fast ausschließlich auf die Unterstützung von arbeitslosen, alleinstehenden Müttern beschränkt, hat den sozialen Zusammenbruch in den Ghettos noch beschleunigt. Fast 65 Prozent aller schwarzen Kinder werden heute von alleinstehenden Müttern zur Welt gebracht.
Die gutbezahlten Jobs in den Vorstädten sind dagegen für viele Schwarze nicht erreichbar. Nur wenige Städte verfügen über funktionierende Nahverkehrssysteme, die arme Stadtviertel mit reichen Vororten verbinden.
Hinzu kommt die katastrophale Ausbildungssituation in den Innenstädten. 41 Prozent der Ghetto-Kinder brechen den Highschool-Besuch vorzeitig ab.
Nicht einmal die Sprache ist weißen und schwarzen Amerikanern noch gemein: Eine Untersuchung in 60 Großstädten ergab, daß sich das Englisch der beiden Bevölkerungsgruppen immer stärker auseinanderentwickelt. Viele Arbeitgeber weigern sich schlicht, Mitarbeiter anzuheuern, die unfähig sind, korrekte Pluralformen zu bilden.
1965 hatte Präsident Lyndon Johnson gewarnt, Schwarze und Weiße könnten in »zwei Völker« auseinanderbrechen, »in wohlhabende Vorort- und arme Stadtbewohner, die mit Mißtrauen und Angst voreinander erfüllt sind«. Trotz aller Gesetze ist diese Prophezeiung eingetroffen, existiert de facto ein Apartheidsystem, das durch diese Gesetze eigentlich abgeschafft werden sollte.
Die Plünderungen von Los Angeles, San Francisco, Atlanta, Minneapolis und Las Vegas sind aber auch die Quittung für Jahrzehnte der Mißachtung. Vor der Aufgabe, die Armut in den Innenstädten zu beseitigen, haben die US-Politiker vollständig versagt.
Die Republikanische Partei, politische Heimat des Sklavenbefreiers Abraham Lincoln, hat fünf der letzten sechs Präsidentschaftswahlkämpfe gewonnen. Sie posiert heute fast unverhüllt als Partei der Weißen.
Ihre Appelle für Law and Order, für härtere Kriminalitätsbekämpfung, mehr Gefängnisse und die Ausweitung der Todesstrafe sprechen jene weißen Wähler an, die sich von einer vermeintlich zu nachgiebigen Haltung gegenüber schwarzen Verbrechern bedroht fühlen.
Symbol des vergangenen Präsidentschaftswahlkampfes von George Bush war jener Fernsehspot über einen angsteinflößenden Schwarzen namens Willie Horton, dem der demokratische Gegenkandidat durch großzügigen Hafturlaub angeblich die Gelegenheit gab, neue Verbrechen zu begehen.
Aber auch die Demokraten möchten nicht länger zum Kampf gegen die Armut in den Innenstädten aufrufen. Zu deutlich ist ihnen bewußt, daß sie durch ausgabenintensive Sozialpolitik bei ihren weißen Stammwählern in den Ruf geraten sind, Minderheitenpolitik auf Kosten des weißen Mittelstandes zu betreiben.
So ist es kein Zufall, daß auch Bill Clinton, Favorit der Demokraten für den Präsidentschaftswahlkampf in diesem Jahr, vornehmlich der Mittelklasse Versprechungen macht und sich als entschiedener Verfechter der Todesstrafe ausgibt. Als er sich während des Wahlkampfs auch im New Yorker Schwarzenviertel Harlem blicken ließ, wurden seine Vorstellungen zur Eindämmung der Gewaltkriminalität von seinen Zuhörern schlicht verlacht.
Nachdem sie anfangs Verständnis für die Empörung über das kalifornische Skandalurteil offenbart hatten, fanden die Präsidentschaftsbewerber dann schnell zum gemeinsamen Ruf nach Ordnung zusammen.
»Wir müssen Gewalt verdammen und brauchen uns für die Herrschaft des Rechts nicht zu entschuldigen«, tönte George Bush in Columbus (Ohio).
Und Herausforderer Clinton vertrat in Birmingham (Alabama) die Überzeugung, keine Nation der Welt werde das tolerieren, was in Los Angeles geschah: »Gesetzlose Vandalen nutzen den Freispruch, um Terror zu verbreiten.«