HANDYS Sieg der Eltern
Anhaltende Proteste von Verbraucherschützern und Eltern haben die Mobilfunkanbieter T-Mobil (D1) und Vodafone (D2) zu einer Änderung bei der Abrechnung von Kurznachrichten (SMS) gebracht. Die gerade bei Jugendlichen beliebten SMS wurden oft erst nach Tagen abgerechnet. So kamen Schulden, in Extremfällen von einigen hundert Mark, zu Stande, die laut Werbung bei Pre-Paid-Karten eigentlich gar nicht möglich sein sollten. Eltern, die mit den Guthaben-Handys für Kostensicherheit bei ihren Kindern sorgen wollten, beschwerten sich bei den Mobilfunkanbietern. Vodafone legte daraufhin die Höchstgrenze der Schulden bei 20 Mark fest. »Im Einzelfall haben wir auf null gestellt«, erklärt Stephan Althoff von T-Mobil, ansonsten gelte auch die 20-Mark-Regelung. Ende Januar wollen beide Unternehmen ihre Abrechnung so umgestellt haben, dass SMS wie Telefonate sofort abgerechnet werden. Die kleineren Mobilfunkanbieter E-Plus und Viag Interkom haben schon immer so abgerechnet.