Simple Argumentation - DER SPIEGEL
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Briefe

Simple Argumentation
• aus DER SPIEGEL 36/1995
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Simple Argumentation

(Nr. 32/1995, Autoren: Dubiose Lücken in der neuen Ossietzky-Gesamtausgabe)

Der Vorwurf, der Freundeskreis habe gegen den Willen Ossietzkys gehandelt und sein Schicksal instrumentalisiert, ist falsch. Aus dem Informationsstand der Gruppe ergibt sich auch, daß man tatsächlich dem Urteil Hilde Walters, daß Ossietzky am Abend des Reichstagsbrandes entschlossen gewesen sei, Deutschland zu verlassen, Glauben schenken sollte. Sie konnte sich hier auf entsprechende Informationen von Gusti Hecht, der Freundin Ossietzkys, und Milly Zirkers stützen, die als letzte mit Ossietzky gesprochen hatten. *UNTERSCHRIFT:

Hamburg PROF. FRITHJOF TRAPP Arbeitsstelle für deutsche Exilliteratur

Die Argumentation Ihres Kronzeugen Stefan Berkholz simplifiziert und setzt als eindeutig, was vielschichtig ist. So hat sich Ossietzky auch zustimmend zur Nobelpreiskampagne geäußert. Auch zur Frage, ob er 1933 fliehen wollte, haben wir unterschiedlichste Aussagen präsentiert. Unser Anliegen ist es gerade, die Vielfältigkeit und Widersprüchlichkeit einer Biographie deutlich zu machen. *UNTERSCHRIFT:

Oldenburg B. BOLDT / C. SCHOTTES Mitherausgeber der Ossietzky-Gesamtausgabe

Carl von Ossietzky war nicht der einzige prominente KZ-Häftling, der als antifaschistischer Märtyrer für öffentlichkeitswirksame Kampagnen herhalten mußte. Ähnlich erging es dem ehemaligen sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten Carlo Mierendorff. *UNTERSCHRIFT:

Solingen DR. HORST R. SASSIN

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