SÖLDNER - DER SPIEGEL
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Briefe

SÖLDNER
• aus DER SPIEGEL 52/1954
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SÖLDNER

(Nr. 51/1954, Deutschland)

Zu dem vorzüglichen Artikel »Wehrwille - Bürger in Uniform«, der ein so getreues Spiegelbild des bundesrepublikanischen, geistigen Dilemmas ist, eine kleine Ergänzung: Die Schaffung einer hoch technisierten, weitestgehend gepanzerten und mit der Masse aus längerdienenden Freiwilligen gebildeten westdeutschen Armee spielte 1951/52 eine wesentliche Rolle in den Überlegungen westdeutscher und angelsächsischer Militärs. Eine solche Truppe, die durchaus nicht die negativen Eigenschaften einer Söldnerarmee zu haben brauchte, wäre ein im Ernstfall durchaus brauchbares Mittel zur offensiven Verteidigung des westdeutschen Raumes. In dieser Richtung dachte auch Kurt Schumacher, als er davon sprach, daß der Krieg »erst an der Weichsel beginnen« dürfe!

Bei den Verhandlungen um die EVG in Paris waren es die Franzosen, die verlangten, daß die Bewaffnung der Bundesrepublik von Anfang an - wenn überhaupt - nur im Rahmen der allgemeinen Wehrpflicht erfolgen dürfe ...

Göttingen

Adolf von Thadden

Bei aller Unrealistik, die Sie dem Wehrreformer Baudissin mit Recht ankreiden, findet sich doch hin und wieder bei diesem ideologischen Träumer auch eine sehr realistische Einsicht. So sagt er z. B. auf Seite 7 seines Buches »Staatsbürgerliche Bildung und Erziehung zur politischen Verantwortung in der Truppe": »Der Soldat soll kämpfen, das Sterben ist ein Teil davon.« - Bitte schön.

Memmingen

Thomas Burger

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