Sofiko Schewardnadse
Sofiko Schewardnadse , 30, Enkelin des früheren georgischen Präsidenten Eduard Schewardnadse, präsentiert sich in Moskau überraschend als Freundin Russlands. Während ihr Großvater daheim in Tiflis unermüdlich die russische »Okkupation« und die Moskauer Anerkennung der beiden von Georgien abgespaltenen Kaukasusrepubliken Abchasien und Südossetien anprangert, ist die Schewardnadse-Enkelin in Russlands Hauptstadt für den staatlichen TV-Kanal Russia Today tätig. Die auf Prominentenpartys gerngesehene Jet-Set-Dame bekennt: »Ich liebe Russland genauso wie Georgien.« Sie wolle »dem Westen von Russland erzählen«, beschreibt sie ihre Mission. Die Fernsehjournalistin, Absolventin von Universitäten in New York und Boston, schwärmt, sie habe »die schönsten Jahre meiner Kindheit in Moskau verbracht«, russisches Kindermädchen inklusive. Damals machte Opa Eduard Karriere als sowjetischer Außenminister. Ihr Großvater, versichert die junge Frau, unterstütze ihren Entschluss, in Moskau zu arbeiten. Er habe ihr gesagt: »Politik ist eine Sache. Aber für deine Entwicklung ist Moskau wahrscheinlich einer der interessantesten Orte.«