SONNTAG - DER SPIEGEL
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SONNTAG

18.15 - 18.57 Uhr ZDF ML Mona Lisa
• aus DER SPIEGEL 44/1993
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hüterinnen der Erde - wie weise Frauen in verschiedenen Kulturkreisen sich für den Erhalt der Umwelt einsetzen.

20.15 - 21.00 Uhr ZDF

Schlußabrechnung

Heinz Reincke spielt einen Geldeintreiber und Inge Meysel die arme alte Dame, die für einen Hotelumbau aus einer alten Villa geschmissen werden soll. Wenn Friedemann Schulz' Fernsehfilm (Regie: Petra Haffter) anhebt, meint der Zuschauer einen Augenblick lang, da liefe wieder einmal eine sattsam bekannte TV-Schnulze ab von den Alten, die sich mit Weisheit und Tücke gegen die Welt der Jungen behaupten. Doch es geschieht ein kleines Fernsehwunder: Statt senilen Schmus zeigen die seniorilen Mimen mit der Präzision einer alten Meisteruhr die Verletzungen, Verdrängungen und Vernarbungen ihres langen Lebens auf. Reincke holt aus den Falten seines Gesichts die Scham eines Mannes, der seine Geliebte in der Nazi-Zeit verließ. Und aus den verhaltenen Zügen der Meysel funkelt der Zorn einer verratenen Jüdin, die im Alter noch einmal von ihrem Verräter verraten wird.

22.25 - 23.55 Uhr Arte

Irezumi - Die tätowierte Frau

Die Kunst der Tätowierung, in Europa zumeist als primitiv verachtet, konnte sich in Japan zu hoher Blüte entwickeln. Yoichi Takabayashis Film (Japan 1981) zeigt einen Meister bei der Arbeit: Der alte Kyogoro (Tomisaburo Wakayana) tätowiert seine Kundin Akane (Masayo Utsunomiya), während sie mit seinem Gehilfen schläft. Denn nur beim Liebesakt, wenn Lust und Schmerz einander die Waage halten, wird die Haut weich und empfänglich für die Stiche der Nadeln. Dennoch warnte die Süddeutsche Zeitung, in dem Film nur ein Gleichnis über Lust und Schmerz, Kunst und Erotik zu sehen: »Die Zeichen funktionieren anders in Japan. Auch auf die Gesten und Gebärden, Kleider und Möbel schaut man wie ein Analphabet in die Zeitung: Man erkennt die Symbole, aber man versteht nicht deren Bedeutung.«

23.05 - 23.20 Uhr Hessen III

Eine Ohrfeige für den Kanzler

Kein Aufruf zu terroristischen Gewaltaktionen, sondern nur ein Rückblick auf den 7. November 1968: Damals beschimpfte Beate Klarsfeld während des CDU-Parteitages den Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger als Nazi und verpaßte ihm eine Ohrfeige.

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