So schön war das Märchen vom Aschenputtel schon lange nicht mehr erzählt worden, fanden die Kinobesucher, die Garry Marshalls Liebesromanze 1989 einen unerwarteten Kassenerfolg bescherten und Julia Roberts und Richard Gere zum Traumpaar des Jahres kürten. In den Rollen einer Edelnutte und eines Börsenspekulanten strengen die beiden sich mächtig an, 119 Minuten lang nur an Geld zu denken. Am Ende (die Zuschauer wissen es natürlich schon vorher) sehen sie dann aber doch ein, daß wahre Liebe sinnlicher ist als Kontoauszüge.
23.00 - 0.35 Uhr. ARD.
Das Milliardenspiel
Den Zusammenbruch der Privatbank Schröder, Münchmeyer, Hengst & Co. durch die Aktivitäten des Unternehmers Horst-Dieter Esch (SPIEGEL 46/1983) verarbeitete Klaus Pohl zunächst zu einem Bühnenstück, das kurz darauf auch als Fernsehspiel adaptiert wurde. Die Frankfurter Allgemeine sah darin den Straftatbestand der Beleidigung erfüllt: »Infantilistische Trotzkopfattitüden, wie sie hier vorgeführt werden, zockerhaftes Gebaren und hysterieartige Anfälle beim Anblick von barem Geld sind Angriffe auf die Ehre jedes anständigen Betrügers. Den Kunstfehler, hemdsärmelig für ein Millionengeschäft in einem arabischen Land anzutreten, würden Sie, Herr Esch, nie begangen haben.« Dennoch riet sie von einer Klage ab: Die beleidigten Personen hätten »keinen Anlaß, sich erschrocken wiederzuerkennen« (zweiter Teil am 11. April, 23.10 Uhr).