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WAFFENSYSTEME Später Start

• aus DER SPIEGEL 22/2003
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Neue Verzögerungen drohen dem Eurofighter-Projekt. Zwar erwartet das Berliner Verteidigungsministerium, dass der Rüstungskonzern EADS bis Ende Juni - mit gut sechsmonatiger Verspätung - zwei Serienflugzeuge für das Pilotentraining bereit stellt. Ob die Luftwaffe sie tatsächlich übernehmen wird, ist jedoch höchst fraglich. Weil das Herstellerkonsortium Software-Probleme mit der Flugsteuerung hat, werden die Maschinen kaum die verlangten Leistungen erbringen. Die Bundeswehr will die Jets aber nur abnehmen, so ein Ministerialer, wenn wirklich »alle Spezifikationen erfüllt« sind. Anderenfalls behält sich das Wehrressort »alle Rechte« aus dem Kaufvertrag vor, soll heißen: die Forderung von Schadensersatz. Bislang litt das Projekt schon unter Verspätungen, etwa durch Produktionsmängel bei Heckflossen und Vorflügeln. Insgesamt will Berlin 180 der vormals »Jäger 90« genannten Kampfjets für rund 15 Milliarden Euro anschaffen.

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