BUNDESWEHR Später starten
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums werden die neuen Transporthubschrauber NH90 der Bundeswehr von »enormen technischen Problemen« geplagt. Die ersten drei Serien-Exemplare, die im Dezember vergangenen Jahres ausgeliefert wurden, stehen deshalb oftmals nutzlos herum. Die Maschinen ersetzen rund 40 Jahre alte Hubschrauber des US-Typs Bell UH-1D, von denen das Heer noch 91 Stück besitzt. Deren »Ausphasung« werde nun »überprüft«. Im Heer wird sogar erwogen, Bell-Maschinen zurückzuholen, die bereits an eine Verwertungsfirma abgegeben worden sind. Die Militärs wollen so verhindern, dass Piloten aus Mangel an Trainingsfluggerät ihre Lizenzen verlieren und die Einsatzbereitschaft leidet. Viele Piloten durften zuletzt ohnehin nur noch 70 bis 80 Flugstunden im Jahr absolvieren, weil Geld für die Reparatur alter Hubschrauber fehlte. Die Nato-Vorgabe liegt bei 180 Stunden. Das Heer soll 80 Exemplare des NH90 erhalten. Das vom französisch-deutschen Hersteller Eurocopter angeführte Projekt krankt notorisch an Verspätung: Die Einsatzbereitschaft der ersten NH90-Staffel wurde zunächst für 1997 geplant, dann auf 2004 vertagt und zuletzt für Herbst dieses Jahres angekündigt. Nun rechnet das Heer erst im Jahr 2009 damit.