SPECTRUM USA: Kriminalität verändert Alltag - DER SPIEGEL
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SPECTRUM USA: Kriminalität verändert Alltag

• aus DER SPIEGEL 40/1980
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Angst vor Verbrechen hat immer größeren Einfluß auf Leben und Verhalten der Amerikaner. So ziehen sich schon 50 Prozent der US-Bürger unauffällig an, um Kriminelle nicht auf sich aufmerksam zu machen; viele Städter trauen sich nicht mehr, Fremden auf der Straße Auskunft zu geben. Dies ergab eine Studie des amerikanischen Marktforschungsinstituts »Research and Forecast«, das 1047 erwachsene US-Bürger nach ihrer Reaktion auf die ständig steigende Kriminalitätsrate befragte. Danach haben 40 Prozent der Amerikaner ständig »große Angst, ermordet, vergewaltigt oder ausgeraubt« zu werden, in den Städten fürchtet sich sogar jeder zweite US-Bürger, einem Verbrechen zum Opfer zu fallen. »Diese Furcht vor Gewaltverbrechen«, so das Resümee der Untersuchung, »höhlt die Qualität des Lebens aus.« So vermeiden es 25 Prozent der Amerikaner, abends auszugehen oder Freunde zu besuchen. Nahezu alle US-Bürger öffnen Besuchern nur dann die Wohnungstür, wenn sie die Person kennen.

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