SPECTRUM Weibliche Brust: schwerer als gedacht
In jahrelanger und akribischer Arbeit ermittelten Wissenschaftler die körperliche Beschaffenheit des westlichen Durchschnittsmenschen -- wichtig etwa für die Berechnung der Strahlenbelastbarkeit von Körper oder Einzelorganen. Gerade bei der weiblichen Brust jedoch unterlief ihnen ein Fehler. Das entdeckten kürzlich die Strahlen-Experten Dr. Richard Kramer und Dr. Günter Drexler von der Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung in Neuherberg bei München, als sie nach den Angaben des Standardwerks einen weiblichen Modellkörper formten. In dem Referenzwälzer war das Gewicht eines Brustpaares mit 360 Gramm angegeben -- viel zu wenig, so argwöhnten die Forscher, im Vergleich zu der ebenfalls angeführten Busengröße. Die beiden »guckten daraufhin erst einmal bei den Ehefrauen nach«. In ihrem Zweifel bestärkt, suchten sie dann ("da sich die Testgruppe der Ehefrauen als zu klein erwies") bei dem Miederwarenhersteller Triumph Hilfe; der wiederum stellte prompt ein Modell seines meistverkauften Büstenhalters in den Dienst der Wissenschaft. Tatsächlich: Die Vermessung des BH ergab, daß eine westdeutsche Durchschnittsbrust nicht 360 Gramm wiegt, sondern über 700 Gramm.