SPIONAGE
(Nr. 29/51, Deutschland)
Es war für mich von großem Interesse, im SPIEGEL den oben angeführten Artikel zu finden, zumal Sie auch mich namentlich in ihm aufführten. Dabei habe ich mich besonders über die Objektivität Ihres Aufsatzes gefreut.
Ich habe von den ganzen Unternehmungen seitens der Ingeborg Timm nicht das geringste gewußt - noch geahnt, denn bewußt wurden mir diese Tatsachen verschwiegen, weil man sich meine Reaktion auf derartige »Unternehmungen« wohl denken konnte. Es liegt mir also viel daran, festzustellen, daß ich weder von der ersten Reise in die Tschechei - noch von der nach Bremerhaven - noch von der dritten mit Herrn Ahlers gewußt habe noch wissen konnte. Vielmehr erfuhr ich von alledem erst, als man Ingeborg Timm und Walter Ahlers in Magdeburg festhielt und ich von der Mutter der Ingeborg Timm um Hilfe gebeten wurde. Leider konnte ich daher weder vorher warnen - noch hinterher wirksam eingreifen, wenngleich die Anzeige bei der Polizei seitens der Frau Timm auf meine drängende Initiative erfolgt ist. - Deshalb war dieses Verhalten der Ingeborg Timm nach Kenntnisnahme auch Grund genug für mich, sämtliche Beziehungen zu ihr zu lösen.
Hamburg
Harry Pfeiffer