Spirale
Im entscheidenden Moment warfen die kominferngelenkten Kommunisten Frankreichs Achillesfersengeld in die westeuropäische Verteidigungskasse. Die kommunistische Bergarbeitergewerkschaft rief ihre 350000 organisierten Mitglieder zum Generalstreik auf. Die christlichen Gewerkschaften hatten sich zu zweitägiger Mitwirkung überreden lassen. Am dritten Tage trauten sie sich wegen der kommunistischen Streikposten nicht, die Arbeit wieder aufzunehmen. Teilweise schlossen sich auch Eisenbahn- und Hafenarbeiter an. Liberty-Schiffe voll ERP-Lieferungen mußten in Cherbourg mit voller Ladung die Heimreise antreten. Der Streik kostet Frankreich und Marshallplan-Europa täglich 170000 Tonnen Kohle. Der Produktionsausfall beträgt pro Tag über 4 Millionen Dollar. Französische Miliz wird überall zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Dienste und Versorgungsbetriebe herangezogen. Die kommunistischen Kumpels drohen, bei Einsatz von Militär gegen Streikende, die Bergwerke unter Wasser zu setzen. Die Annahme ihrer Mindest-Lohnforderung von 15000 Francs monatlich (bisher 13500) würde Frankreichs Inflationsspirale gleich um mehrere Umdrehungen in das Finanzchaos treiben. Die Polizeipräfekten aller Departements wurden nach Paris beordert.