Stanislaw Lubomirski,
59, Sproß eines alten polnischen Adelsgeschlechts mit Anspruch auf den Titel eines Prinzen, kann gemeinsam mit seinem Sohn Jan wieder einen Sitz der Familie beziehen (Foto). Das 300-Zimmer-Schloß in Wisnicz, östlich von Krakau, war 1945 von den Kommunisten in Nationaleigentum überführt worden - zu Unrecht, wie Polens oberste Richter nun in einem bahnbrechenden Urteil feststellten. Nach den Gesetzen wäre die damalige Enteignung erst bei einem Grundbesitz von mehr als 50 Hektar rechtsgültig; zu Schloß Wisnicz gehören aber nur 36 Hektar. Prinz Lubomirski, der gemeinsam mit seiner Mutter nach dem Krieg in seinem Heimatland blieb und sich im Stahlwerk Nowa Huta vom einfachen Arbeiter zum Ingenieur hochdiente, hat nach dieser Entscheidung sein Interesse an einem weiteren Erbstück bekundet - Schloß Kruszyna bei Tschenstochau. Ausländische Investoren haben bereits ihre Hilfe zugesagt, um dieses historische Gebäude zu einem Gasthof auszubauen.