STAUBWOLKE - DER SPIEGEL
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JULI 2005 STAUBWOLKE

• aus SPIEGEL Chronik 54/2005
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Premiere im All: 134 Millionen Kilometer von der Erde entfernt feuert die Raumsonde »Deep Impact« ein Projektil auf den Kometen Tempel 1. Der »Impactor« reißt einen tiefen Krater in den Himmelskörper und wirbelt eine gigantische Wolke aus feinem, hellem Staub auf. Nach ersten Auswertungen der Bilder- und Datenflut, die »Deep Impact« auf die Erde strahlt, wird klar, dass Tempel 1 unerwartet große Mengen Kohlenstoff enthält, aber weniger Wasser, als man bisher vermutete. Damit ist die Theorie in Frage gestellt, dass Kometen als »schmutzige Schneebälle« durchs Weltall sausen. Von der ersten Beschießung eines Kometen verspricht sich die Nasa neue Informationen über die Entstehung des Sonnensystems. Nach dem goldenen Schuss auf Tempel 1 soll »Deep Impact« eine weitere Mission übernehmen. »Deep Impact«-Forscher Jochen Kissel: »Wie wäre es zur Abwechslung mal mit einem Kamikaze-Flug zu einem Asteroiden?«

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