Stephen Sutherland
Stephen Sutherland , US-amerikanischer Säugling, ist als postumer Stammhalter seines vor zwei Jahren im Irak gefallenen gleichnamigen Vaters am 7. Juni in North Pole, Alaska, zur Welt gekommen. Das Wunder möglich gemacht hatte der Umstand, dass der Samen des mit 33 Jahren verstorbenen Feldwebels der US-Armee bereits gefroren in der »Fairfax Cryobank« in Virginia lagerte, so dass seine Frau sich lange nach seinem Tod künstlich befruchten lassen konnte. »Dieses Kind«, sagt Maria Sutherland, »ist aus der größten Liebe heraus, die man sich vorstellen kann, geboren.« Die Samenbank bewahrt bereits das Erbmaterial von etwa 500 Soldaten auf, da diese sich nicht nur wegen der ständigen Todesgefahr, sondern auch wegen möglicher Unfruchtbarkeit durch den Kontakt mit gefährlichen Chemikalien vor Kinderlosigkeit schützen wollen. Sutherland hatte vor seinem Irak-Einsatz ausdrücklich in seiner Familie verbreitet, dass er auch im Fall eines Unglücks wünsche, dass seine Frau ein gemeinsames Kind bekäme. »Ein Stück von Steve kommt jetzt zurück in die Welt«, freute sich seine Schwester Tracy.