Sterne
Francos Generalssterne steigen im Westen wieder auf. Der Politische Ausschuß der UNO nahm mit 25 gegen 16 Stimmen (bei 16 Enthaltungen) einen neuen Entschließungsentwurf der lateinamerikanischen Staaten an. Danach haben die UNO-Mitgliedsnationen künftig »in der Gestaltung ihrer diplomatischen Beziehungen zu Franco-Spanien freie Hand«. Die Resolution, gegen die geschlossen alle Staaten des Ostblocks stimmten, muß noch die Zweidrittelmehrheit der Vollversammlung erhalten. Damit wäre der UNO-Beschluß von 1946 wieder aufgehoben, der die Abberufung der diplomatischen Missionschefs aus Spanien forderte. Ein polnischer Antrag, der eine Verschärfung der 1946 vereinbarten Beschlüsse verlangte, wurde mit 29:39 Stimmen abgelehnt.
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Die Moskauer »Prawda« registrierte in einem Leitartikel »50000 Nazi-Soldaten«, die in der Armee Francos Wehrsold bezögen. Tausende von Sachverständigen der früheren deutschen Wehrmacht seien illegal nach Spanien eingewandert und suchten dort neue Wirkungsbereiche. Allein 20 spanische Divisionen seien mit deutschen Tiger-Panzern ausgerüstet. - Radio Moskau berichtet, von »den Amerikanern« seien bis jetzt bereits 70 Flugplätze in Spanien gebaut. Wenn man bedenke, daß die Verkehrs-Luftflotte Spaniens aus insgesamt 27 Flugzeugen bestehe, bedeute dies, daß die Amerikaner für jedes spanische Flugzeug zwei und einen halben Flugplatz errichtet hätten. Moskau meint, der Westen versucht jetzt, die »verbotene Liebe« zu Franco zu legalisieren.