STEUERN - DER SPIEGEL
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Briefe

STEUERN
• aus DER SPIEGEL 27/1951
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STEUERN

(Nr. 23/51, Deutschland)

Obwohl ich mit der SPD sympathisiere und überzeugter Gewerkschaftler bin, kann ich mir doch nicht den Elan erklären, mit dem von dieser Seite gegen die höhere Besteuerung der Doppelverdiener vorgegangen wird. Gewiß bin ich gegen jede Steuer, die immer nur den Schaffenden belastet. Aber haben wir uns deshalb den Achtstundentag erkämpft, damit die Frau mitarbeiten soll? Besteht nicht die Gefahr, daß dann dieser Zustand allmählich als normal betrachtet wird? Nimmt nicht der Doppelverdiener einem anderen den Arbeitsplatz fort und zahlt die Allgemeinheit dafür dem Erwerbslosen die Unterstützung? Der Doppelverdiener verdient also auf unsere Kosten!

Dortmund-Brackel

Julius Heldt

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