Steuerreform mit Spaßfaktor - DER SPIEGEL
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Briefe

Steuerreform mit Spaßfaktor
• aus DER SPIEGEL 1/2000
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Steuerreform mit Spaßfaktor

Nr. 51/1999, Affären: Freiflüge für Johannes Rau

Habe ich richtig interpretiert, die Geburtstagsfeier des späteren Bundespräsidenten ist aus unversteuertem WestLB-Geld mitfinanziert worden? Wenn das tatsächlich zulässig ist, hat die ganze Republik demnächst richtig was zu feiern. Und ist dann auch noch der Urlaubsflug steuermindernd abzusetzen, haben wir eine Steuerreform mit echtem Spaßfaktor.

HERINGEN (HESSEN) HANS RIES

Ist die Frage, ob von der WestLB bezahlte Flüge oder sonstige Leistungen privaten Zwecken dienten oder nicht, eigentlich die wichtigste? Mich interessieren viel stärker die Argumente für das zitierte »gute Gewissen«. Kann das ein erklärter Christ und Sozialdemokrat haben, wenn er sich eine meinetwegen offizielle Geburtstagsfeier mit 150 000 Mark von der WestLB sponsern lässt?

ESSEN BERTHOLD FRANKE

Rau und Schröder sollten aus moralischen Gründen zurücktreten. Der Wiener Opernball ist reine Privatsache, die bezahlt man selbst, oder man geht nicht hin. Jeder Arbeitnehmer muss das von seiner Firma bezahlte Brötchen oder den selbst genutzten Firmenwagen als geldwerten Vorteil versteuern. Gelten die Steuergesetze nur fürs Volk und nicht für die Politiker?

STADTHAGEN (NIEDERS.) SABINE HEITSCH

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