Stil
Mit dem Ordnungsdienst des Berner Stadions, der die fahnenschwingenden deutschen Besucher des Endspiels um die Fußball-Weltmeisterschaft mehrmals ersucht hatte, nicht auf das Spielfeld zu laufen, rechnete der Präsident des Deutschen Fußballbundes, Dr. Peco Bauwens, bei der Begrüßung der Weltmeistermannschaft in München im Kaiser-Wilhelm-Stil ab: »Wenn aber andere auf dem Spielfeld herumturnten mit ihren Fahnen vor dem Spiel, dann geht es nicht an, daß unseren Leuten es verboten wird, unsere stolze deutsche Fahne zu führen. Das lassen wir uns nicht gefallen. Unsere Mannschaft hat ihnen die Quittung gegeben.« Wie zur nachträglichen Legitimierung der ausländischen Weh-Klagen über das »Kanonen statt Butter«-Deutschtum nach dem Fußballsieg (siehe »Bundestrainer Adenauer«, Seite 16) krönte Bauwens seine Löwenbräukeller-Rede mit Rütli-Schwur und »Ans Vaterland, ans teure, schließ' dich an«, und sagte u. a.: »Aus der Enklave, die da bei Konstanz liegt, ich weiß jetzt den Namen nicht mehr genau ..., die abgeschlossen ist von unserem deutschen Land, wurde die Bitte geäußert, daß der Wagen (mit der heimkehrenden Fußballmannschaft) auch dort halten sollte ... Ein Appell an die Bundesbahn, diese prachtvolle Institution ... hatte dann auch Erfolg, und so konnten wir das Zeichen der Treue dieser Deutschen in der Enklave, die nicht mit unserem Vaterland vereint sein dürfen, entgegennehmen.«