Stop
Paul Hoffman hat eingegriffen. Die Reparations- und Demontagepolitik in Deutschland stehe im Widerspruch zu den Zielen des Marshallplans, erklärte laut »New York Times« der Administrator des Europa-Hilfs-Programms. Zur Zeit arbeitet er an einem entsprechenden Gutachten. Bis er fertig geschrieben hat, hofft man auf eine Unterbrechung, wenn nicht gar auf einen Stop aller Demontagen aus Westdeutschland. Damit wären die 916 noch nicht abtransportierten Fabriken gerettet, die im Oktober 47 auf die Demontageliste gesetzt wurden. ERP-Vater Außenminister Marshall trat an Hoffmans Seite. Er forderte England und Frankreich auf, gemeinsam mit den USA die Reparationsfrage erneut zu überprüfen. Bevor noch offizielle Antworten eingingen, zeigte sich Paris schon »besonders betroffen« über das amerikanische Ansinnen. Britische Stellen in Deutschland nannten Meldungen über Demontage-Abstriche »völlig unbegründet«. OMGUS dagegen erklärte die Demontage in der US-Zone für abgeschlossen.