Streit um TV-Messen - DER SPIEGEL
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PROGRAMMHANDEL Streit um TV-Messen

• aus DER SPIEGEL 26/2002
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ARD, ZDF und die nordrhein-westfälischen Standortförderer um Ministerpräsident Wolfgang Clement streiten sich weiter um eine gemeinsame deutsche TV-Messe. Die öffentlich-rechtlichen Programmvertreiber »ZDF Enterprises« und »German United Distributors« (ARD) bestehen auf der eigenen Fernsehmesse »German Screenings« am Jahresende. Die vergangene Woche in Köln zu Ende gegangene NRW-Veranstaltung »Cologne Screenings« eigne sich nicht als Verkaufsmarkt für Produktionen: Kaum internationale Kunden, die »gähnende Leere« sei »peinlich«, heißt es bei den öffentlich-rechtlichen Programmhändlern. Die Veranstaltung am Rande des Medienforums NRW sei vor allem Standortpolitik, der Termin zu nah an den großen Messen in den USA und Frankreich. Die seit 26 Jahren an wechselnden Orten stattfindende »German Screenings« wiederum wird in der Branche als »internes Treffen öffentlich-rechtlicher Vertriebsleute« kritisiert, da private Programmverkäufer nicht zugelassen sind. Eine Annäherung scheint indes möglich. Beide Seiten sind sich grundsätzlich einig, dass nur eine gemeinsame Veranstaltung »die kritische Masse erreichen kann«, so Clements Medienberater Helmut Thoma.

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