Studienrat
Der Kino-Aufsatz »Bei der Ufa machte man das so« ist der besten einer und erscheint hoffentlich später wirklich als Broschüre. Wozu aber gibt es Studienräte? Sie sehen die Aufsätze durch, streichen die Fehler an. Und deren gibt es einige in diesem verdienstvollen Aufsatz:
a) Ossi Oswalda hieß im bürgerlichen Leben nicht etwa Sperling, sondern Stägel, mit Vornamen Oswalda. Der Vater war Studienrat in Berlin.
b) Henny Porten pflegt selbst als Alter bzw. als Geburtsjahr anzugeben 1887. Wie nett, daß der Verfasser des Aufsatzes die Zahl nach unten abrundet!
c) in dem Film »Der Student von Prag« von 1913 - wahrhaft unvergeßlich! - hat Lydia Salmonova Lyduschka, ein fahrendes Mädchen gespielt. Die Rolle der Gräfin hat Grete Berger dargestellt. Sie mußte vor allem gut reiten können. Irre war sie nicht, die Gräfin!
Ludwigshafen
DR. ROBERT PETRY
a) Nach dem Standardwerk von Kalbus »Vom Werden deutscher Filmkunst« war Ossi Oswaldas bürgerlicher Name Sperling. Die anderen Quellen verschweigen ihn.
b) Auch Kalbus läßt Henny Porten 1891 geboren werden. Der SPIEGEL war so höflich wie er.
c) Leser Dr. Petry hat recht. - Red.