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Hausmitteilung Stuttgart / Hamburger Messerattentat / Desy

• aus DER SPIEGEL 32/2017
Gorris
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Foto: Tinka Dietz / Der Spiegel
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SPIEGEL-Autor Lothar Gorris war noch nicht einmal im Schulalter, als der Vater ihn zum ersten Mal zum Autorennen auf den Nürburgring mitnahm. Ein Autogramm seines damaligen Helden Jochen Rindt, der 1970 bei einer Trainingsfahrt in Monza ums Leben kommen sollte, hat er bis heute aufbewahrt. Gorris kann sich zwar immer noch für alte italienische Sportwagen begeistern, für die Eleganz ihrer Formen und den symphonischen Klang ihrer Motoren, und trotzdem verkaufte er vor einem Jahr sein Auto. Einfach so. Keine Lust mehr. Sein Besuch in Stuttgart, wo einst das moderne Automobil erfunden wurde, hat ihm gezeigt, dass es vielleicht eine richtige Entscheidung war. In seiner Reportage beschreibt Gorris, wie die Autohauptstadt Deutschlands unter dem leidet, was sie einst erschaffen hat, und wie schwer sie sich damit tut, sich von Dreck und Stau zu befreien. Gorris fährt nun Fahrrad, U-Bahn oder Car2go, was auch nicht immer der reine Spaß ist. zum Artikel 

Der junge Mann, der vergangene Woche im Hamburger Stadtteil Barmbek einen Menschen tötete und vier weitere verletzte, saß im Januar 2016 in einem Kiezcafé in Berlin-Prenzlauer Berg. Er hatte sich mit einem Flüchtlingsaktivisten zu einem Videointerview verabredet und dafür eine Ausgabe von Albert Camus' »Die Pest« mitgebracht, auf Deutsch. Damit versuche er, die Sprache zu lernen, sagte Ahmad A. damals. Der Palästinenser redete über Respekt und Frieden, er bedankte sich bei Deutschland für die Hilfsbereitschaft. Die SPIEGEL-Redakteure Laura Backes, Jürgen Dahlkamp, Hubert Gude, Martin Knobbe und Wolf Wiedmann-Schmidt konnten die Filmaufnahme und viele andere unveröffentlichte Dokumente nun gemeinsam mit Kollegen von SPIEGEL TV einsehen und so den Fall des Messerattentäters Ahmad A. rekonstruieren. Es ergibt sich – wieder einmal – das Bild eines überforderten Behördenapparats. »Es lagen Hinweise auf psychische Probleme und eine islamistische Radikalisierung des Mannes vor, aber keiner griff durch«, sagt Wiedmann-Schmidt. zum Artikel 

In wenigen Wochen geht eine gewaltige Maschine im Hamburger Untergrund in Betrieb. Das Ungetüm erstreckt sich vom Forschungszentrum Desy aus über ein kilometerlanges Tunnelsystem, es erzeugt dort unten einen Lichtstrahl von spektakulärer Schärfe. Die Forscher wollen damit die innersten Geheimnisse der Materie erkunden. Ihr Röntgenlaser kann nicht nur winzige Viren in 3-D abbilden, er erlaubt es auch, etwas über die Geburt ferner Planeten zu lernen. SPIEGEL-Redakteur Manfred Dworschak sah sich in den Hamburger Katakomben um, er traf dort zahlreiche Forscher, die sich auf den großen Tag im September vorbereiten. Geradezu rührend fand er, wie begeistert die Mitarbeiter von ihrem kostbaren Strahl sprachen. Derzeit arbeiten sie noch mit Hingabe daran, dass er durch alle unterirdischen Röhren möglichst scharf und hell ans Ziel gelangt. »Diese Beseeltheit«, sagt Dworschak, »erinnert fast an eine Priesterschaft, an einen Orden von den Hütern des Lichts.« zum Artikel 

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