Sündenfall:
Viel wird von Vox nicht übrigbleiben, auch wenn der in Liquidation befindliche Fernsehsender nun doch noch (als »RTL-Klassik« womöglich) weiterleben sollte. Zwei seiner Vorzeigesendungen, die Quote und Image brachten, sind für den Nachfolgekanal jedenfalls unweigerlich verloren: Neben dem vielbeachteten Medienmagazin »Canale Grande«, das im Herbst unter anderem Namen bei Premiere laufen wird, wechselt nun auch das bei der TV-Kritik wegen seiner schmuddelfreien Präsentation beliebte Erotikmagazin »Liebe Sünde« endgültig das Programm. In dieser Woche wird die Berliner Produktionsgesellschaft mit dem schuldbewußten Namen »mea culpa« die neue Heimat der von Matthias Frings moderierten Sendung verkünden: Pro 7 oder Sat 1. Wie bei dem mehrfach preisgekrönten »Canale Grande« hatten die Vox-Gesellschafter auch bei »Liebe Sünde« die Gelegenheit verpaßt, sich zumindest eine Option zu sichern.