Mit einer pompösen Inszenierung von Beethovens fast vergessenem symphonischen Schlachtengemälde »Wellingtons Sieg« feiert Australien am 23. Oktober das zehnjährige Bestehen der Oper von Sydney: Zu der ursprünglich für ein mechanisches Orchestrion geschriebenen Musik werden Soldaten auf der Bühne Schlachtengetümmel mimen, um dem Jubiläum des berühmten, aber auch geschmähten Kolossalbaues die rechte Weihe zu geben. Unter den kühn geformten Dächern, die sich wie Spinnaker blähen, ist außer für Musik- und Showsäle nur für ein kleines Operntheater Platz, mit 1550 Sitzen, enger Bühne und zu kleinem Orchestergraben; die Akustik gilt als miserabel. Bis 1988 soll nun Jörn Utzon, der dänische Entwerfer der Sydney Opera, das innen verpfuschte Gebäude nach seinen Originalplänen umbauen: Während des Baus Ende der 60er Jahre (Baukosten umgerechnet 93 Millionen US-Dollar) waren die Pläne von den Australiern so nachhaltig verändert worden, daß der Däne 1966 erbost abreiste. Die Kosten für den Umbau werden auf 500 Millionen Dollar veranschlagt.
Dieser Ausdruck wurde am 17.10.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.
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