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DER SPIEGEL 45/1950
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Am 8. November tritt in Berlin-Ost die sowjetzonale Volkskammer zum erstenmal nach der Einheitslistenabstimmung vom 15. Oktober zusammen. Als nun nicht mehr provisorische Volkskammer wird sie Wilhelm Pieck in seiner Präsidentenwürde bestätigen, die Zonenverfassung als legal erklären und den Rücktritt der bisher provisorischen Regierung Grotewohl sowie die neue Einheitskabinettsliste entgegennehmen. Das Regierungsprogramm ist nach dem System Semjonow-Puschkin vorfabriziert: Fünfjahresplan und Nationale Front als Innenpolitik, Prager Molotow-Direktiven und Nationale Front als Außenpolitik.