Ted Hughes, - DER SPIEGEL
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Ted Hughes,

• aus DER SPIEGEL 19/1999
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im vergangenen Oktober auf dem Höhepunkt seiner schriftstellerischen Karriere ("Tales from Ovid«, »Birthday Letters") 68jährig gestorbener britischer poet laureate, hat mit seinem handschriftlichen Testament die britische Regierung in Verlegenheit gestürzt. In seinem Letzten Willen verfügte der frühere Ehemann der 1963 durch Selbstmord geendeten Dichterin Sylvia Plath, seine Asche solle an einer bestimmten Stelle in Dartmoor verstreut werden. Obendrein möge man dort eine Tafel aus Granit mit seinem Namen aufstellen. Der ausgewählte Ort befindet sich in der Mitte eines Schießplatzes. Das britische Verteidigungsministerium, das selbstverständlich nichts gegen den testamentarischen Willen hat, weist vorsorglich darauf hin, der Platz werde an 140 Tagen im Jahr unter intensives Gewehrfeuer genommen. Die Parkverwaltung von Dartmoor hat selbstverständlich auch nichts gegen den Willen des Verstorbenen, fürchtet aber, es könnte »ein Mekka entstehen und bei vielen Menschen der Wunsch nach einem eigenen Gedenkstein geweckt werden«. Die Vermutung indes scheint plausibel, daß der Dichter, ein leidenschaftlicher Liebhaber der Landschaft Dartmoors, mit seinem Letzten Willen lediglich das Verteidigungsministerium zur Aufgabe seines Schießplatzes zwingen wollte.

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