Termine
Die Termine für einige peinliche bundeshauptstädtische Strafverfahren sind von den zuständigen Gerichten mehrfach verschoben worden:
* Das Strafverfahren gegen den Oberregierungsrat Griesbach aus dem Bundeswirtschaftsministerium wegen passiver Bestechung war für den 30. September, den 18. Oktober und den 2. Dezember angesetzt. Es ist neuerdings auf den 13. Dezember terminiert worden. Griesbach hatte seinerzeit dem mittlerweile wegen Betruges zu drei Jahren Gefängnis verurteilten Diamantenmacher Meincke die Behördenwege geebnet und ohne Einzahlung von Gesellschafterkapital einen Anteil von einem Prozent an der Diamantenmacher-Gesellschaft erhalten.
* Das Strafverfahren gegen den Oberregierungsrat Günther Wawretzko aus dem Bundespräsidialamt sollte zunächst am 14. Juli, dann am 14. Oktober durchgeführt werden. Wegen Erkrankung des Angeschuldigten ist es auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Wawretzko
muß sich wegen des Vorwurfs verantworten, sich durch fingierte Geldüberweisungen aus dem Sozialfonds des Bundespräsidenten bereichert zu haben.
Die Bonner Staatsanwaltschaft hat die Anklageschrift gegen Bundesangestellte, die, wie kurz vor den Bundestagswahlen im September 1953 bekannt wurde, von Einkäufern bestochen worden sein sollen, noch nicht fertiggestellt.