Teure Braut - DER SPIEGEL
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SUBVENTIONEN Teure Braut

• aus DER SPIEGEL 50/2003
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Das Land Brandenburg schießt in eine seiner größten Fehlinvestitionen frisches Geld nach: Nachdem Verhandlungen über den Verkauf des Eurospeedway Lausitz gescheitert sind, wird die defizitäre Rennpiste übergangsweise verpachtet. Dazu erhält die neue Betreibergesellschaft in den kommenden fünf Jahren insgesamt 5,8 Millionen Euro Subventionen aus der Landeskasse. Die Anlage drohe zum »Fass ohne Boden« zu werden, warnt Angela Mai, Vorsitzende des Bundes der Steuerzahler Brandenburg. Ohne Käufer bestehe die Gefahr, dass öffentliche Mittel »bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag aufgebracht werden müssen«. Der Bau der Strecke hatte rund 160 Millionen Euro verschlungen - allein 123 Millionen kamen aus dem Landeshaushalt. Rennsportattraktionen wie die Formel 1 blieben der Lausitz jedoch fern: Nur knapp zwei Jahre nach der Eröffnung folgte im Juni 2002 die Insolvenz. Jetzt sollen die neuen Pächter Hans-Jörg Fischer und Matthias Tomasetti, bislang Geschäftsführer und Prokurist der Auffanggesellschaft, den Eurospeedway in die Gewinnzone führen, damit doch noch ein Käufer anbeißt. Fischer: »Wir machen die Braut hübsch.«

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