DOPING Teure Tests
Nach dem Dopingfall der Athletin Nina Kraft sorgen sich Veranstalter populärer Triathlon-Wettbewerbe um das Image der Ausdauersportart und fordern schärfere Kontrollbestimmungen. Kurt Denk, Chef des Frankfurter Langstreckenrennens, verlangt von der Deutschen Triathlon Union (DTU) »durchgreifende Tests« der Sportler auch auf Blutdopingmittel. Denk kündigt an, andernfalls die Wettkämpfe künftig losgelöst vom Verband zu organisieren, also eigene Kampfrichter und Kontrolleure zu stellen. Die Braunschweigerin Kraft, Siegerin des berühmten »Ironman« im Oktober auf Hawaii, hatte in der vergangenen Woche die Einnahme der Substanz Erythropoetin (Epo) eingestanden. DTU-Funktionäre behaupteten daraufhin, Teilnehmer von Langdistanzrennen wie in Frankfurt zu keinen Tests zwingen zu können, da nur die olympischen Kurzstreckenwettbewerbe dem Dopingkontrollsystem unterlägen. Denk fordert dagegen den Verband auf, Athleten nur dann einen Startpass auszustellen, wenn die sich zur Teilnahme an allen Kontrollen verpflichten. Speziell Epo-Tests sind der DTU nach Angaben ihres Vizepräsidenten Reinhard Wilke aber zu teuer. Und im Fall von positiven Proben fürchtet er »die hohen Anwaltskosten«.