Theo Waigel - DER SPIEGEL
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Theo Waigel

• aus DER SPIEGEL 31/2002
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Theo Waigel , 63, Ex-Bundesfinanzminister mit einem Hang zu launigen Witzen, kommt kurz vor seinem Abschied aus dem Bundestag noch einmal richtig zu Ehren - in einem Buch seines CSU-Parteikollegen, des bayerischen Finanzministers Kurt Faltlhauser. »Finanzpolitik der Zukunft« lautet das 168-Seiten-Werk, das Waigel vorige Woche in Berlin als Laudator vorstellte. Besonders gut ("Man ist ja auch ein bisschen eitel") gefiel Waigel dabei das Personenregister: Sechsmal, so gehe daraus hervor, werde sein Name in dem Buch genannt. Nur viermal hingegen findet Kanzler Schröder Erwähnung, dreimal Edmund Stoiber und zweimal Franz Josef Strauß - »ich stelle das ganz ohne Ironie fest«, sagte Waigel und grinste fröhlich. Denn neben der Anzahl der Namensnennungen dürfte ihm vor allem die positive Bewertung seiner Amtszeit gefallen. Durch Faltlhausers Buch erhält der viel gescholtene Waigel ("Herr der Löcher") eine glanzvolle Absolution: »Ohne die Wiedervereinigung«, ist auf Seite zwölf nachzulesen, »wäre die Nettoneuverschuldung des Bundes bereits im Jahr 1993 bei Null gewesen.«

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