Thilo Bode
ist seit Anfang September Geschäftsführer in der Zentrale von Greenpeace International in Amsterdam. Dort hat er eine ähnlich heikle Aufgabe vor sich wie seinerzeit im deutschen Büro in Hamburg. Innerhalb von sechs Jahren hatte Bode an der Elbe den zerstrittenen Klub von Umweltprotestlern zum professionellen Ökounternehmen umgebaut. Die deutsche Sektion, mit gut 100 Mitarbeitern, nahm im vergangenen Jahr rund 70 Millionen Mark ein. Für Greenpeace International arbeiten weltweit etwa 1000 Aktive, bei einem Budget von 140 Millionen Dollar. Bode, 48, der im Ruf steht, ein harter Sanierer zu sein, will bis zu zehn Prozent der Stellen einsparen. Seit seiner Verhaftung beim Protest gegen chinesische Kernwaffenversuche in Peking ist der Nobody zum Darling der Medien geworden. »Unser Sieg«, sagt er zum Kampf gegen französische Atomtests auf Mururoa, »liegt in der Niederlage.«