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Hausmitteilung Titel / Bundeswehr / Kriminalität

• aus DER SPIEGEL 32/2015
Placidus, Blech
Placidus, Blech

Placidus, Blech

Foto: DIETER MAYR / DER SPIEGEL
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Leib und Seele galten der Wissenschaft lange Zeit als strikt getrennte Welten. Doch jetzt erkennen Sportmediziner und Hirnforscher, dass die Evolution Körper und Geist des Menschen eng verwoben hat. Neue Studien zeigen: Wer sich bewegt, trainiert das Gehirn automatisch mit, denn die arbeitenden Muskeln geben Botenstoffe ab, die wie eine bewährte Medizin wirken. Die Folge: Das Gehirn wird leistungsfähiger, stressresistenter und weniger anfällig für Alzheimer. In der Titelgeschichte beschreibt Jörg Blech das Entstehen einer Fitnesswelle, die sich zurzeit in Deutschland ausbreitet. »Die Leute trainieren nicht mehr nur, um schlank und fit zu sein«, sagt er. »Viele bewegen den Körper, weil es das Beste ist, was sie für ihr Gehirn tun können.« In der Benediktinerabtei Ettal in den Ammergauer Alpen erfuhr Blech, warum auch das Klosterleben gut ist für Körper und Geist. Die Mönche, unter ihnen Frater Placidus, 92, beten nicht nur viel, sie legen zudem jeden Tag mehrere Kilometer zu Fuß zurück. zum Artikel 

Jürgen Dahlkamp, Gunther Latsch und Jörg Schmitt haben schon vielen Skandalen nachgespürt, aber selten waren ihre Informanten so vorsichtig wie bei der aktuellen Recherche über die allzu enge Kooperation zwischen der deutschen Marine und ThyssenKrupp Marine Systems. Kontakte wurden über Mittelsmänner geknüpft und gehalten, Gespräche liefen nur über Handys, die keinem der Beteiligten zugeordnet werden können, Akten wechselten wortlos, im Vorbeigehen, den Besitzer. In den Unterlagen finden sich Belege dafür, dass die Bundeswehr auf Wunsch der Politik allzu oft als Verkaufshelfer der Industrie arbeitet, statt ihrer eigentlichen Aufgabe, der Landesverteidigung, nachzukommen. So mussten in der Vergangenheit U-Boot-Besatzungen immer wieder mal als Ausbilder für ausländische Marinesoldaten herhalten. Derzeit bringen deutsche Soldaten ihren algerischen Kollegen bei, wie man eine moderne Fregatte steuert, ohne versehentlich eine Milliarde zu versenken. Latsch: »Mitunter scheint es, als seien die Interessen von ThyssenKrupp identisch mit denen der Bundesrepublik Deutschland.« zum Artikel 

Der Besucherraum im Grazer Gefängnis Jakomini sieht aus wie in einem amerikanischen Film: eine dicke Glasscheibe, auf beiden Seiten ein Telefonhörer. Guido Mingels saß hier einem jungen Mann namens Halil Isik gegenüber, bis zur Festnahme ein unbescholtener Bankangestellter, den ein Gericht in einem aufsehenerregenden Prozess kurze Zeit später für schuldig befand, sein Opfer, einen seiner Bankkunden, erdrosselt, zerstückelt und einbetoniert zu haben. Der Haupt- und sein Mittäter waren beide sozial integriert, verheiratet und psychisch gesund; völlig normale Mitbürger. Mingels, der schon mehrfach über Kapitalverbrecher berichtete, sagt: »Nie hab ich einen Menschen getroffen, dessen Fähigkeit zum Bösen mir so vollkommen unerklärlich geblieben ist.« zum Artikel 

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