Hausmitteilung Titel / Computerspiele / Spiegel Wissen
Popp in Istanbul
Foto: Dennis Yücel / Der SpiegelZum ersten Mal hat der Spiegel im vergangenen Sommer eine Titelgeschichte auch in türkischer Sprache gedruckt; als Geste, als Signal der Verständigung. Anlass waren die Demonstrationen auf dem Taksim-Platz in Istanbul, die einen Bruch unübersehbar machten, der sich durch die türkische Gesellschaft zieht. In dieser Ausgabe erscheint der Titelkomplex erneut auf Deutsch und auf Türkisch, wieder aus gutem Grund. Am kommenden Sonntag wird aller Wahrscheinlichkeit nach der Mann zum Präsidenten der Türkei gewählt werden, der den Konflikt in der Türkei immer wieder schürt: Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan. Große Bedeutung hat diese Wahl auch, weil erstmals türkische Staatsbürger im Ausland ihren Präsidenten wählen dürfen. Wie die Stimmung in der Türkei vor der Wahl ist, warum Erdoğan der große Favorit ist, beschreiben Maximilian Popp und Hasnain Kazim. Katrin Elger und Özlem Gezer gingen der Frage nach, ob die Türken in Deutschland anders auf die kommende Wahl blicken als ihre Landsleute in der ehemaligen Heimat. zum Artikel
Erfolgreiche Computerspiele werden in der Regel in einer festgelegten Arbeitsteilung produziert. Oben, an der Spitze der Wertschöpfungskette, stehen weltweit eine Handvoll Publisher, die, vergleichbar mit Filmproduzenten in Hollywood, Spiele finanzieren und vertreiben. Programmiert werden die Spiele aber von eigenständigen Entwicklungsfirmen, die abhängig sind von den Konzernen. Am etablierten Machtgefüge rüttelt nun ein Programmierer: Der Amerikaner Chris Roberts lässt sich die Entwicklung des Spiels »Star Citizen« von seinen Fans bezahlen, mithilfe eines Crowdfunding-Projekts. 49 Millionen Dollar sind bislang eingesammelt worden und geben Roberts die Freiheit, nach der er strebt. Redakteurin Ann-Kathrin Nezik besuchte Roberts im kalifornischen Santa Monica und lernte einen Unternehmer kennen, der das Risiko liebt. Gegen einen Kollegen hat Roberts einmal auf den Erfolg eines anderen Spiels gewettet, für das er verantwortlich war; der Einsatz: Roberts' Porsche. Roberts verlor. zum Artikel
Eine Krebsdiagnose wirft meistens sowohl Betroffene als auch Angehörige aus der Bahn, denn trotz des medizinischen Fortschritts sind viele Fragen ungelöst. Wie es sich mit dieser Krankheit leben lässt, wie man sich vor ihr schützen kann, wie die verschiedenen Krebsarten behandelt werden, das beschreibt die aktuelle Ausgabe von Spiegel Wissen »Diagnose Krebs - und mein Leben geht weiter«. Die Autorinnen und Autoren sprachen mit Betroffenen wie der ehemaligen französischen Familienministerin Dominique Bertinotti, sie trafen Angehörige und Forscher. Überraschend war für die Kollegen, dass viele Kranke, die nun als geheilt gelten, nicht nur vom Schmerz berichteten, den ihr Leiden brachte, sondern auch von einem Gefühl der Freiheit, gewonnen durch die Nähe zum Tod. Die neue Ausgabe von Spiegel Wissen ist ab Dienstag im Handel.