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Hausmitteilung Titel / »Dein SPIEGEL« / Rinder

• aus DER SPIEGEL 42/2010
Guttenberg, Feldenkirchen
Guttenberg, Feldenkirchen

Guttenberg, Feldenkirchen

Foto: Christian Thiel / Der Spiegel
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Es gibt nur wenige Posten, für die Karl-Theodor zu Guttenberg, 38, derzeit nicht gehandelt wird. In den Beliebtheitsskalen rangiert der Verteidigungsminister seit Monaten auf Platz eins, kaum ein deutscher Politiker hat in so kurzer Zeit einen solch rasanten Aufstieg hingelegt. Zudem versteht er sich mit seiner Frau Stephanie, 33, auf die Kunst des repräsentativen Auftritts - das SPIEGEL-Titelbild dieser Woche zeigt ihn bei der Feier zur Verleihung des Quadriga-Preises am 3. Oktober in Berlin. Was wirklich hinter dem Phänomen Guttenberg steckt, recherchierten die Titelautoren Dirk Kurbjuweit, 47, und Markus Feldenkirchen, 35, mit ihren Kollegen Ulrike Demmer, 37, und René Pfister, 36, in Berlin und Brüssel, in der deutschen Provinz und auf Guttenbergs Reisen nach Afghanistan. In dem 570-Seelen-Dorf Guttenberg, der oberfränkischen Heimatgemeinde des Ministers, schwärmte selbst der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins und Besitzer der einzigen Kneipe von dem jungen Baron. »Guttenberg bringt einige Talente mit, die anderen Politikern fehlen«, sagt Feldenkirchen, »trotzdem sind die Erwartungen, die Bürger und Medien an ihn richten, viel zu hoch« (Seite 28).

Wie kommt ein zwölf Jahre altes muslimisches Mädchen dazu, ein Kopftuch zu tragen, obwohl seine älteren Schwestern das nicht tun? Im neuen »Dein SPIEGEL«, dem Nachrichten-Magazin für Kinder, spricht die Hamburger Gymnasiastin Jalda über ihren Glauben. Außerdem im Heft: Arbeitsministerin Ursula von der Leyen, 52, stellt sich den Fragen von Kindern zu Hartz IV und sozialer Gerechtigkeit, Geschichten über Popstar Lady Gaga und über das Geschäft mit Halloween. »Dein SPIEGEL« erscheint diesen Dienstag und kostet 3,40 Euro.

Riesige Herden bewegen sich durch das »Bullogi Ngarnar«, wie die Aborigines, die australischen Ureinwohner, das Rinderland im Norden ihres Kontinents nennen. SPIEGEL-Redakteur Takis Würger, 25, besuchte die mit rund 100 000 Tieren größte Rinderherde der Welt, deren Züchter die Folgen ihrer Arbeit für die Umwelt ignorieren. Sie wollten, so Würger, »nicht wahrhaben, dass ihre Tiere dem Klima schaden«. Wie gefährlich die großen Mengen von Methan sind, die Kühe bei der Verdauung ausstoßen, recherchierte der SPIEGEL-Mann bei Experten im mecklenburg-vorpommerschen Dummerstorf und in Rom. Schade für ihn: Was er über Rindermägen und Treibhausgase gelernt hatte, dämpfte seinen Appetit. Die vorzüglichen Steaks im Outback aß er »nur noch mit schlechtem Gewissen« (Seite 68).

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