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Hausmitteilung Titel / Sauerland / Russland

• aus DER SPIEGEL 6/2012
SPIEGEL-Titel 4/2011, 30/2011
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Viele Menschen fühlen sich bei ihrer Arbeit oder in ihrem Alltag überfordert - und vermuten ein Burnout-Syndrom. Der SPIEGEL hat in zwei Titelgeschichten - mit jeweils zwei Titelbildern, das eine zeigt eine Frau, das andere einen Mann - beschrieben, wie die Seele durch Dauerstress Schaden nehmen kann und welche Wege aus tiefen Krisen herausführen. Wo aber verläuft die Grenze zwischen einer zeitweiligen Erschöpfung und einer psychischen Erkrankung? Die rasant gestiegene Patientenzahl, fand Titelautor Jörg Blech, 45, heraus, sei auch darauf zurückzuführen, »dass Menschen, die sich ausgebrannt fühlen, heute eher einen Arzt aufsuchen als früher«. Nicht jeder Betroffene sei behandlungsbedürftig - gleichwohl litten viele an einer Depression. Der Inlandsauflage liegt eine von SPIEGEL TV produzierte DVD zum Thema bei (zum Artikel ).

Zu den Medien hat Adolf Sauerland, 56, Oberbürgermeister von Duisburg, keine übermäßig differenzierte Meinung. Der Mann, in dessen Stadt im Sommer 2010 bei der Love Parade 21 Menschen ums Leben kamen, schimpfte schon mal über »Scheiß-Journalismus« - und schwieg, wenn Berichterstatter ihn sprechen wollten. So brauchte es mehrere Versuche über fast ein Jahr, ehe Sauerland SPIEGEL-Reporter Matthias Geyer, 49, Rede und Antwort stehen mochte. Die Ausnahme machte der CDU-Politiker auch deshalb, weil ihn die Berichterstattung des SPIEGEL über das Versagen aller Beteiligten beeindruckt habe, wie er beim ersten Treffen bekannte. Nun aber ging es um ihn. In mehreren Gesprächen, unter anderem in jenem Wochenendhaus im Rothaargebirge, in das er nach der Love Parade geflüchtet war, versuchte er zu erklären, warum er keine Verantwortung trage und sich kommenden Sonntag lieber einem Abwahlverfahren stelle, als zurückzutreten. »Sauerland ist wie ein Findling, er lässt sich nur schwer bewegen«, sagt Geyer (zum Artikel ).

Mit Russlands Jugend Schritt zu halten ist nicht immer einfach. Drei Monate lang begleiteten SPIEGEL-Redakteur Benjamin Bidder, 30, und die Fotografin Anna Skladmann, 25, junge Frauen und Männer, die 1991, im Jahr des Umbruchs, geboren wurden. In Moskau führten die Dienstwege der SPIEGEL-Leute über Feuerleitern: Sie folgten sogenannten Roofern, die auf Dächer und Denkmäler klettern, um Nervenkitzel und spektakuläre Ausblicke zu genießen. Im tschetschenischen Grosny regnete es Patronenhülsen - junge Leute feierten Hochzeit, ein paar Gäste feuerten aus Kalaschnikows Freudensalven in den Himmel. »Es wächst eine freie Generation heran, die den Kommunismus nur aus Geschichtsbüchern kennt«, sagt Bidder (zum Artikel ).

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