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Hausmitteilung Titel

• aus DER SPIEGEL 29/2010
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Aufwachen, den Computer einschalten und neue Mails lesen. Stets erreichbar sein, übers Handy oder über das elektronische Postfach - es scheint, als habe der Mensch in Zeiten der Smartphones und Laptops etwas Bedeutendes verloren: die Fähigkeit zur Muße. Stunden der Besinnung, des ziellosen Nichtstuns können schöpferisch sein und Kreativität befördern - aber wo lässt sich heute noch Muße finden? SPIEGEL-Redakteurin Susanne Beyer, 41, hat sich auf die Suche begeben. Sie ließ sich in einer Spa-Suite eines Luxushotels verwöhnen, was angenehm war. Sie meditierte dort in einem weiteren Selbstversuch bei einem Mönch, was sie nicht weiterbrachte. Und sie las mit großem Gewinn in den Schriften antiker Denker und deutscher Dichter. »Beim Thema Muße geht es immer um das richtige Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit, zwischen Individualität und Sozialem«, sagt Beyer. Die Balance zu halten sei »schwierig«. Sie hat sich vorgenommen, ihr Handy wenigstens im Sommerurlaub auszuschalten. Das Titelbild illustrierte der Mailänder Künstler Marco Ventura, 47. Er ließ sich von Johann Heinrich Wilhelm Tischbeins Gemälde »Goethe in der Campagna« von 1787 inspirieren (Seite 56).

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