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Hausmitteilung Titel / sexuelle Gewalt / Fast Fashion

• aus DER SPIEGEL 2/2018

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Was macht Männer aus, was Frauen? Und gibt es noch etwas dazwischen? Solch elementare Fragen stellen sich nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, das im vergangenen Herbst befunden hat: Es muss noch ein »drittes Geschlecht« her. Doch was heißt es, wenn zwischen ihr und ihm, zwischen Busen und Bart, zwischen rosa und hellblau noch ein, ja was eigentlich, existiert? Ein Team um Spiegel-Autorin Barbara Supp zog aus, um die neue, bunte Geschlechterwelt jenseits der alten, bipolaren zu ergründen. Die Journalisten redeten mit Intersexuellen und Medizinern, sie informierten sich über Rollenspiele beim Abi-Ball und die Tricks des »Gendermarketing«. Supp zieht eine positive Bilanz: »Die Diskussion über Intersexualität ist eine Chance für größere Offenheit im Umgang mit den Geschlechtern«, sagt sie. Eltern könnten diese Chance nutzen, um den Kindern »Entwicklungsmöglichkeiten zuzubilligen«. Dass die neue Geschlechterwelt allerdings auch verstören kann, erfuhr sie selbst auf einem Intersex-Symposium. Supp suchte eine als »WC für alle Menschen« ausgezeichnete Toilette auf und lief dort einem irischen Intersex-Forscher über den Weg. »Das war gewöhnungsbedürftig«, sagt Supp – und plädiert seither für »drei Toilettenräume«. zum Artikel 

In den vergangenen zwei Jahren haben Leser den SPIEGEL immer wieder aufgefordert, endlich mit der Vertuschung der Wahrheit aufzuhören und die Gefahr zu benennen: Flüchtlinge, die Frauen und Kinder vergewaltigen. Dazu schickten sie oft Links zu Websites, die vermeintliche Vergewaltigungsfälle sammeln. Wie seriös sind solche Seiten? Um das zu beantworten, werteten Redakteure, Dokumentare und Datenjournalisten des Spiegel knapp 450 Meldungen der Seite Rapefugees.net aus und sprachen mit Polizisten, Staatsanwälten und Richtern. Einige klagten, die von Asylbewerbern verübten Sexualdelikte nähmen stark zu, andere behaupteten das Gegenteil: Flüchtlinge würden immer häufiger zu Unrecht beschuldigt. »Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen«, sagt Redakteurin Laura Backes, »deshalb ist es wichtig, nicht nur über Einzelfälle zu berichten.« zum Artikel 

Tiruppur ist Indiens T-Shirt-Stadt. Schon von der Autobahn aus sieht man die großen Textilfabriken. Männer fahren auf Mopeds dicke Säcke herum. In den kleinen Gassen sitzen Frauen und nähen Lappen noch aus den letzten Stofffetzen. Aber zu welchem Preis? Der Fluss in Tiruppur riecht wie eine Kloake. Der Anbau von Baumwolle zehrt die Böden aus. Näherinnen bekommen einen kümmerlichen Lohn. »Die Firmen wollen nicht am Stoff sparen, also sparen sie am Menschen«, sagt Indien-Korrespondentin Laura Höflinger. Zusammen mit Simone Salden und Philip Bethge beschreibt sie die Folgen der Fast-Fashion-Industrie von Modeketten wie H&M und Zara. Und die Redakteure zeigen Alternativen auf. Grüne Modefirmen werden gerade hip in den Großstädten. Eine nachhaltige Moderevolution bahnt sich an, die auch auf Reparieren, Tauschen, Wiederverwenden setzt. zum Artikel 

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