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Hausmitteilung Titel / Mali / Schirrmacher / Familienpolitik

• aus DER SPIEGEL 7/2013
Hackenbroch
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Foto: MATTHIAS JUNG / DER SPIEGEL
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Dicke seien »selbst an ihrem Zustand schuld, sie müssten ja einfach nur weniger essen«. Dieses Vorurteil hören übergewichtige Männer, Frauen und Kinder oft, aber neue Forschungsergebnisse belegen, dass dies nicht stimmt. »Beim Dickwerden ist nicht Willensschwäche entscheidend, sondern der Lebenswandel«, sagt SPIEGEL-Redakteurin Veronika Hackenbroch, die für den aktuellen SPIEGEL-Titel zusammen mit ihren Kolleginnen Laura Höflinger und Kerstin Kullmann recherchierte. Einer ihrer Gesprächspartner war der Mediziner und Adipositas-Experte Achim Peters. Im SPIEGEL-Interview sagt er, dass vor allem Dauerstress, etwa Unzufriedenheit mit der Arbeit, Armut oder Existenzangst, zu Übergewicht führe. Wie das Gehirn dabei Einfluss auf das Essverhalten nimmt, haben Wissenschaftler durch Experimente nachweisen können. Ihre Schlussfolgerung: Diäten, die an den Lebensumständen nichts ändern, sind zum Scheitern verurteilt (zum Artikel ).

Zwei Wochen nach dem Einmarsch der französischen Armee ist die Stadt Timbuktu im Norden Malis immer noch eingeschlossen. Das malische Militär riegelt alle Zufahrtswege in die Wüstenstadt ab, um die Rückkehr der Islamisten zu verhindern. SPIEGEL-Redakteur Thilo Thielke ist es dennoch gelungen, mit einem Buschpiloten in die legendäre Stadt vorzudringen. Durch die Straßen wehten noch die verkohlten Reste verbrannter Bücher. »Die Glaubenskrieger«, sagt Thielke, »haben sich einfach in die Wüste zurückgezogen. Nun ist der Krieg in Mali ein Geisterkrieg« (zum Artikel ).

Lange Jahre standen Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der »Frankfurter Allgemeinen«, und SPIEGEL-Redakteur Jan Fleischhauer politisch auf derselben Seite. Beide waren überzeugte Konservative, hielten den Kapitalismus für verteidigungswürdig. Fleischhauer denkt auch heute noch so, Schirrmacher hat sich gewandelt, vom Verteidiger des Kapitalismus zu einem vehementen Skeptiker. Nach früheren Debattenbeiträgen wie »Minimum« und »Das Methusalem-Komplott« rechnet er in seinem neuen Buch »Ego« mit einer Gesellschaft ab, die den hemmungslosen Egoisten als vernünftigeren Menschen feiert und eine »moderne Informationsökonomie« begründet. In einem SPIEGEL-Essay stellt Schirrmacher seine Überlegungen vor und verteidigt sie anschließend in einem Gespräch mit Fleischhauer (zum Artikel ).

Familienministerin Kristina Schröder hat weniger Zeit als üblich für Journalisten, ihre Tochter gewöhnt sich in die Kita ein. Der SPIEGEL-Titel der vergangenen Woche, mit seiner massiven Kritik an der Familienpolitik der Bundesregierung, sorgte dafür, dass sich Schröder trotzdem eine Stunde Zeit nahm, um mit den SPIEGEL-Redakteuren René Pfister und Alexander Neubacher über eine Studie zu diskutieren, die ihrer Politik weitgehende Unwirksamkeit bescheinigt. Schröder: »Die Politik darf nicht vorgeben, wie Familien zu leben haben« (zum Artikel ).

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