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Hausmitteilung Titel / Frankreich / digitale Waffe

• aus DER SPIEGEL 23/2013
»Euro Hawk«-Drohne
»Euro Hawk«-Drohne

»Euro Hawk«-Drohne

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Starfighter«, »Jäger 90«, »Tornado": Die Skandale deutscher Rüstungsprojekte haben es schon häufig auf den Titel des SPIEGEL geschafft. Nun versuchte ein Team von Rechercheuren des Berliner Hauptstadtbüros das Desaster um die »Euro Hawk«-Drohne aufzuklären. Dabei fielen ihnen eine ganze Reihe vertraulicher Akten in die Hände. Die Dokumente erzählen vom chaotischen Innenleben der Bundeswehrbehörden und von dem Versuch, belastendes Material entweder als Geheimsache zu klassifizieren oder zu löschen. Die Autoren erfuhren auch von einem Beinahe-Crash einer Bundeswehr-Drohne mit einem Airbus A300, der sich im Landeanflug auf Kabul befand. Keine zwei Meter entfernt zischte die Drohne an Triebwerk und Tragfläche des Airbus vorbei. Der dazugehörende Untersuchungsbericht und das Originalvideo vom Sommer 2004 lagern fest verschlossen in den Panzerschränken des Ausrüstungsamts der Bundeswehr in Koblenz. Eine Sequenz des Videos ist überraschenderweise für jedermann zugänglich - auf YouTube. Es wurde anonym veröffentlicht, und die meisten Zuschauer hielten es wohl für eine Fälschung (zum Artikel ).

Um beschreiben zu können, warum Frankreich immer tiefer in die Krise gerät, besuchte SPIEGEL-Korrespondent Mathieu von Rohr die Mächtigen des Landes dort, wo sie leben und arbeiten. Er traf Minister und Präsidentenberater in ihren goldglänzenden Palästen, reiste mit ihnen in Autokonvois durchs Land und lernte die beeindruckenden privaten Speisesäle der hohen Beamten kennen. Schließlich konnte er ein wenig nachfühlen, wie es ist, so ein Leben als Mitglied von Frankreichs politischer Elite: »Es hat monarchische Züge, man lebt in einer Realitätsblase, und es ist schwierig, den Kontakt zur Wirklichkeit nicht zu verlieren« (zum Artikel ).

Terroristenjäger in den USA und das deutsche Bundeskriminalamt warnen vor einer neuen Art von Waffe, die ein Student aus Texas erfunden hat. Es ist eine Pistole aus Plastik. Sie lässt sich als Datei über das Internet verschicken und mit einem 3-D-Drucker herstellen. SPIEGEL-Reporter Uwe Buse hat den Erfinder bereits Anfang März besucht und die Entwicklung der Pistole begleitet. Das erste Treffen mit Cody Wilson fand während einer Technikmesse in Austin statt, auf der Wilson sein Projekt vorstellte und für die Idee warb, dass mehr Waffen mehr Freiheit brächten. Buse hatte erwartet, dass Wilson scharf kritisiert werden würde. Wilson auch. Aber er wurde gelobt. Am Ende erklärte ein Zuhörer, warum: »Das hier ist nicht Washington, das hier ist Texas« (zum Artikel ).

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