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Hausmitteilung Titel / Wein / Kindesmisshandlung

• aus DER SPIEGEL 29/2017
Feldenkirchen, Hornig, Baumgärtner, Becker
Feldenkirchen, Hornig, Baumgärtner, Becker

Feldenkirchen, Hornig, Baumgärtner, Becker

Foto: STEFAN BONESS / DER SPIEGEL
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Am Mittwoch bat Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz die Einwohner der Stadt um Entschuldigung: Es sei während des G-20-Gipfels nicht alles so geschehen, wie man erhofft hatte. »Schmerzhaft ist vor allem, dass wir am Freitag in einigen Bereichen der Stadt schwere Straftaten nicht sofort und nachhaltig stoppen konnten.« An jenem Tag standen Autos in Flammen, Randalierer warfen Flaschen, Steine, Molotowcocktails. Es war die Nacht, in der Scholz die Kontrolle des Schanzenviertels den Vermummten überließ. Ein Team um Frank Hornig, Maik Baumgärtner und Sven Becker rekonstruiert die Ereignisse: Die Journalisten beschreiben, wie Scholz und die Hamburger Polizei die Lage falsch einschätzten, die falsche Strategie wählten und falsche Versprechen abgaben. Anhand von Einsatzberichten mit Minutenprotokollen können sie das Verhalten der Polizei erklären, so legt der Rahmenbefehl zum G-20-Gipfel fest: »Der Schutz und die Sicherheit der Gäste haben höchste Priorität.« Der Gäste, nicht der Bürger. Die Autoren gehen der Frage nach, welche Folgen die Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten und die Behinderung der Pressefreiheit für die Bundespolitik haben – und erläutern, wie Olaf Scholz wegen seiner Fehler für die SPD zum Problem wird. Zudem schreibt Markus Feldenkirchen mit Kollegen über das Verhältnis der Linken zur Gewalt. zum Artikel 

Für seine letzte Geschichte im SPIEGEL hat sich Matthias Schulz, der in den Vorruhestand geht, einer süffigen Recherche zugewandt: Wieso lassen sich manche Weine auch nach hundert Jahren noch mit Genuss trinken? Schulz sprach mit Lebensmitteltechnologen und Biochemikern, stapfte durch Weinberge, schnupperte an einem Fass eines 364 Jahre alten »Rüdesheimer Apostelweins« und besuchte eine Auktion, auf der Bordeaux zu siebenstelligen Preisen versteigert wurde. »Bei der Entschlüsselung der Wein-DNA stehen die Forscher erst am Anfang«, sagt Schulz, »der Reifeprozess bleibt in vielen Details ein Mysterium.« Schulz selbst ersteigerte einen weißen Burgunder »Chorey Les Beaune« von 2004. »Der Wein schmeckte leider leicht korkig.« zum Artikel 

Wohl kein Arzt in Deutschland untersucht mehr Kinder, bei denen der Verdacht besteht, dass die Eltern sie misshandelt oder vernachlässigt haben, als die Rechtsmedizinerin Dragana Seifert vom Universitätsklinikum in Hamburg. Mehr als 800 waren es vergangenes Jahr. Um herauszufinden, ob sie über ihre Arbeit offen reden darf, vereinbarten Barbara Hardinghaus und Maik Großekathöfer ein Vorgespräch. Und erlebten bei diesem ersten Kennenlernen eine Frau, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Ihre Aufgabe sei »der Nachweis des Bösen«, sagte Seifert, die sich wundert, dass die Berliner Politik zwar viel über Kindesmisshandlungen rede, aber wenig dagegen unternehme. Zum eigentlichen Interview zwei Wochen darauf kam Dragana Seifert verspätet, sie musste sich um einen Notfall kümmern. zum Artikel 

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