Titel, Aldi, Nannen-Preis - DER SPIEGEL
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Hausmitteilung Titel, Aldi, Nannen-Preis

• aus DER SPIEGEL 18/2016
Blech, Cabras
Blech, Cabras

Blech, Cabras

Foto: PAOLO MARCHETTI / DER SPIEGEL
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Männer sterben im Durchschnitt mehrere Jahre früher als Frauen. Dieser Satz gilt nicht nur in Deutschland, sondern so gut wie überall auf der Welt. Ist es ein Naturgesetz, dass Frauen ihre Männer zumeist überleben, diktiert von der Biologie, möglicherweise den Genen? Jörg Blech, Autor der Titelgeschichte und selbst verheiratet, wollte wissen, ob es für Männer nicht doch Wege geben könnte, zu den Frauen aufzuschließen. Er diskutierte mit Wissenschaftlern im In- und Ausland und reiste schließlich in ein Bergdorf auf Sardinien, in dem die Männer länger leben als an jedem anderen Ort – sie werden so alt wie die Frauen, was einzigartig ist auf der Welt. Blech besuchte Villagrande Strisaili, traf dort Igino Porcu, 102, und aß mit Guido Cabras, 93, Obst aus dessen Garten. Das Fazit der Recherche: »Kein Mann muss nach Sardinien auswandern, um länger zu leben«, sagt Blech. Es sei auch in Deutschland möglich. Was für ein langes Leben nötig ist, beschreibt er hier 

SPIEGEL-Team, Laudatorin Annette Ramelsberger

SPIEGEL-Team, Laudatorin Annette Ramelsberger

Foto: MARIA FECK / DER SPIEGEL

Ihren ersten persönlichen Kontakt zu einem Mitglied des sehr verschwiegenen Aldi-Clans hatte Redakteurin Susanne Amann im Jahr 2010 vor der Villa des Aldi-Nord-Erben Berthold Albrecht und seiner Frau Babette. Amann hatte auf gut Glück an der Tür des Anwesens in Essen geklingelt. Die Pforte blieb geschlossen, aber im ersten Stock öffnete sich ein Fenster, und zu Amanns großem Erstaunen erschien Babette Albrecht und plauderte fröhlich drauflos. Heute ist Babette Albrecht Witwe und steht zusammen mit anderen Mitgliedern ihrer Familie im Zentrum eines erbitterten Streits, der um Geld kreist, auch um Moral, und dessen Ausgang die Zukunft eines der größten deutschen Familienunternehmen mitentscheiden wird. Wie die Fronten verlaufen, welche Motive die Akteure vorantreiben, beschreiben Amann und ihr Kollege Jürgen Dahlkamp mithilfe vertraulicher Unterlagen, die ihnen vorliegen. »Die Dokumente zeichnen das Bild einer Familie, die tief in den kruden Vorstellungen der Aldi-Gründer gefangen ist«, sagt Amann, »und die einem trotz ihres Reichtums am Ende fast leidtut.« zum Artikel 

 Die Recherchen zur Sommermärchen-Affäre des DFB begannen vor mehr als 13 Jahren, als ein Medienmanager Jörg Schmitt um ein Treffen bat und Unterlagen präsentierte, die belegen, dass der Unternehmer Leo Kirch die Vergabe der Fußballweltmeisterschaft 2006 an Deutschland mit fragwürdigen Methoden befördert hatte. Immer wieder versuchten Schmitt und seine Kollegen Jürgen Dahlkamp und Gunther Latsch, weitere Belege für eine gekaufte WM zu sammeln. Doch erst 2013 stießen sie auf eine heiße Spur, und es dauerte weitere zwei Jahre, bis das SPIEGEL-Team, zu dem auch Rafael Buschmann, Udo Ludwig und Jens Weinreich gehören, erste Belege für eine Zahlung von 6,7 Millionen Euro im Zusammenhang mit der WM-Organisation in Händen hielten. Sie waren die Grundlage für den SPIEGEL-Titel »Das zerstörte Sommermärchen« im Oktober 2015. Am Donnerstag wurde das Team vom SPIEGEL in Hamburg mit dem Nannen-Preis in der Kategorie »Investigation« ausgezeichnet.

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