Titel, Rhodes, Lawrence von Arabien - DER SPIEGEL
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Hausmitteilung Titel, Rhodes, Lawrence von Arabien

• aus DER SPIEGEL 52/2016
Hornig
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Foto: THEODOR BARTH / DER SPIEGEL
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Am vergangenen Montag gegen 20 Uhr wurde »das Herz Berlins getroffen«, wie es später jemand auf ein Trauerplakat schrieb: Ein mutmaßlicher Islamist war am Steuer eines geraubten Sattelschleppers in den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gerast. Noch am selben Abend fuhren zwei Teams desSPIEGEL zum Tatort, brachen andere Redakteure nach Polen auf, wo das Fahrzeug registriert war, verfolgten Reporter die Spuren des Tatverdächtigen: Anis Amri, gebürtiger Tunesier, soll einer von mehr als 500 Gefährdern sein, die in Deutschland unterwegs sind – Männer, denen die Polizei Terrortaten zutraut. Indes verschärfte die CSU ihre Kritik an der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin, und in Angela Merkels Partei wird diskutiert, ob der Streit um Asyl und Abschiebungen den Wahlsieg kosten kann. Gewiss ist nur: Weihnachten 2016 steht im Zeichen des Terrors – aber vielleicht ja zugleich im Zeichen des Mutes, der Hoffnung. zum Artikel 

Wie sehr kann Musik uns verändern? Kann ein Klavierkonzert in d-Moll ein Leben retten? Das wollte Kerstin Kullmann von James Rhodes wissen, als sie den Konzertpianisten durch England begleitete. Rhodes ist ein Star, tritt indes im Schlabberpullover auf, mit Turnschuhen an den Füßen, vor allem aber erzählt er zwischen den Stücken Geschichten über Bach und Beethoven – wie sie komponierten und um ihre Werke ringen mussten. Rhodes kennt ähnliche Kämpfe: Er wurde als Kind über viele Jahre von einem Lehrer vergewaltigt, litt lange – doch die Musik half ihm. »Man sollte ein Instrument erlernen«, fordert Rhodes. »Es ist kompliziert, es gibt keine simple App dafür, doch es ist eines der wenigen Dinge, die uns wirklich innerlich berühren.« zum Artikel 

Kullmann, Rhodes

Kullmann, Rhodes

Foto: ANDREA ARTZ / Der Spiegel

Vor 100 Jahren fuhr ein junger Archäologe namens Thomas Edward Lawrence in die arabische Wüste – diese Reise sollte Folgen haben. Aus dem Archäologen wurde ein Krieger, er führte die versprengten Stämme der Araber in eine Revolte gegen das Osmanische Reich – und wurde dabei zu Lawrence von Arabien, der zu Büchern und Filmen inspiriert hat, zum Beispiel dem berühmten Hollywood-Epos. In seiner Heimat in Südengland wird Lawrence als Held verehrt, wie SPIEGEL-Redakteurin Samiha Shafy erfuhr. Ganz anders das Bild in der arabischen Welt: Vielen dort gilt Lawrence als Verräter, mitschuldig an den Krisen des Nahen Ostens – und tatsächlich gehen die meisten gegenwärtigen Konflikte auf den imperialistischen Gestaltungsdrang der Engländer und Franzosen zurück. In Jordanien traf Shafy den Scheich von Mudawwara, dessen Großvater an Lawrence' Seite gekämpft hat. Die Araber, sagt Atoun, sollten »bis in alle Ewigkeit Schwarz tragen aufgrund der Taten des Engländers«. Die Geschichte des Lawrence von Arabien, sagt Shafy, sei im Nahen Osten »nicht Vergangenheit, sondern bittere Gegenwart«. zum Artikel 


Scheich von Mudawwara, Shafy

Scheich von Mudawwara, Shafy

Foto: DIRK-JAN VISSER / Der Spiegel

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