TODESNACHRCHT
Obwohl es in Deutschland noch viele Menschen gibt, die an Adolf Hitlers Tod nicht glauben, widerlegt Ihr Artikel »Goldene Brücke« diese Ungläubigen eindeutig. Nachdem schon 1954 der Westberliner Dentist und ehemalige technische Assistent des Hitler-Zahnarztes Professor Dr. Hugo Blaschke, Fritz Echtmann, vor dem Amtsgericht Berchtesgaden beschwor, das Führer -Gebiß identifiziert zu haben und somit das Ableben Hitlers bezeugen zu können, wird jetzt ein weiterer Zeuge bekannt: Dr. Michael Arnaudow, wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem Institut der Universität Kiel, der erklärte, daß er an Hand von früheren Röntgenunterlagen und von Karteikarten des Gebisses Hitlers bei der verkohlten Leiche einwandfrei die Identität mit Adolf Hitler festgestellt habe. Klar ist wohl der Tod des Führers, unklar allerdings, warum das schleswig-holsteinische Innenministerium die Zeugenaussage wie ein Staatsgeheimnis behandelt.
Berlin DIETER KÖHLER
Der in Ihrem Artikel genannte Zahnarzt Hitlers, Prof. Dr. Hugo Blaschke, fiel in USA-Gefangenschaft. Wir bewohnten zeitweise gemeinsam ein Zimmer in einem Heim am Taunus, das die Amerikaner beschlagnahmt hatten. Sie händigten Herrn Blaschke, den ich zunächst mit Mißtrauen betrachtete, da er einen hohen SS-Rang erhalten hatte, aber bald menschlich schätzen lernte, eine Tüte mit Gips und Werkzeug aus; Herr Blaschke goß zwei Blöcke und schnitzte in sie mit einer mir verblüffenden Geschicklichkeit Hitlers Ober- und Unterkiefer hinein. In beiden waren Zahnlücken; im Gesamt besaß Hitler nur noch 60 bis 70 Prozent seiner Zähne. Ihn auf diese Weise zu identifizieren, muß also leicht und völlig eindeutig gewesen sein. Nach einer Wartezeit holten die Amerikaner die beiden Modelle ab; so lange ich mit Herrn Blaschke zusammenblieb, hörte er nichts
mehr von ihnen. In meinen Kollegs und Vorträgen habe ich von diesen Fakten stets Gebrauch gemacht.
Göttingen PROF. PERCY ERNST SCHRAMM
Schramm