Traurige Routine
(Nr. 42/1995, Atomkraft: Uno-Bericht über die Opfer von Tschernobyl)
Nach Berechnungen des Ukrainischen Staatskomitees für Statistik, des Gesundheitsministeriums und des Zentrums für Strahlenmedizin Kiew sind bisher insgesamt über 125 000 Menschen an den Folgen der Reaktorkatastrophe gestorben, davon 84 Prozent in den letzten drei Jahren. Schilddrüsenoperationen an Kindern sind hier mittlerweile zu einem traurigen Routineeingriff geworden. Und bei Leukämieerkrankungen läßt sich eine signifikante Zunahme verzeichnen. Angesichts dessen sind die aus dem Uno-Bericht entnommenen niedrigen Zahlen kaum glaubhaft. *UNTERSCHRIFT:
Kiew (Ukraine) TOBIAS MÜNCHMEYER Heinrich-Böll-Stiftung e.V. Kiew
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