Trimmplan - DER SPIEGEL
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Trimmplan

• aus DER SPIEGEL 40/1971
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

(Nr. 38/1971, Flugzeug-Unglücke)

Meine Anerkennung gebührt dem Versuch, einen objektiven Bericht zu liefern. Als langjähriger Angestellter bei Chartergesellschaften und somit Kenner der Materie möchte ich einige Punkte richtigstellen. Die Lizensierung und Checks der Piloten obliegt dem Luftfahrtbundesamt (LBA). Die Flugzeiten der Piloten werden im Flightlog festgehalten und vom LBA überprüft. Es ist völlig uninteressant, für wieviel Sitzplätze die BAC 1-11 modifiziert wurde. Die geringe Erfahrung der Kopilotin ist nicht ausschlaggebend, da noch ein dritter Pilot im Cockpit war. Bei der Linie wie bei der Charter werden die Flugzeuge von Menschen betreut und geflogen, jedem können Fehler unterlaufen. Man erinnere sich an das Unglück der DLH-Convair in Bremen und die Crashs der DLH-Boeings 720 bei Frankfurt und Ansbach.

Hude (Nieders.) UWE BRUHN

Wir flogen mit Maschinen dieses Typs, die der Bavaria gehören, von Hannover nach Djerba. Erster Eindruck: Man kommt sich vor wie Heringe in der Sardinendose. Endlos lange Rollstrecke. geringes Steigvermögen. Ich gestehe, bis wir endlich in größerer Höhe waren. hatte ich ein ziemlich flaues Gefühl in der Magengrube, und das lag nicht am Fliegen, ich bin Segelfliegerin mit Motorseglerschein. Auf dem Rückflug war die Maschine ah Tunis nur mäßig besetzt. deshalb wurden wir nach Trimmplan verteilt. Auch nicht gerade beruhigend, wenn man weiß, was kopf- oder schwanzlastig für Flugzustände bedeuten.

Langen (Nieders.) KARIN BÜSING

Es müssen schon unglaubliche Mißstände bei der Pan-International geherrscht haben oder vielleicht noch herrschen, wenn der Flugbetriebsleiter in seiner Gewissensnot sich an das Verkehrsministerium um Abstellung wandte.

Langenhagen (Nieders.) ARTUR POHL

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